https://www.faz.net/-gyz-7nle1

Alte Kunst in München : Wasserfalls und Waldschatten

  • -Aktualisiert am

Die Kunst der Kobell-Familie konnte der deutschen Landschaftsmalerei um 1800 wichtige Impulse geben. An diesem Mittwoch versteigert Neumeister Zeichnungen und Druckgraphik der drei Künstler aus einer Privatsammlung.

          Die Brüder Ferdinand und Franz Kobell gingen oft gemeinsam wandern, und ihr Zeichenzeug hatten sie immer dabei. Beide zeichneten leidenschaftlich gern vor der Natur, fasziniert vom Lichtspiel auf Baumkronen und Felsformationen, vom hellen Sturz eines Wasserfalls und von dunklen Waldschatten. Manchmal verweisen Ruinen auf die Vergänglichkeit menschlicher Aktivität, oder ein Menschlein mit Herde oder Angel gibt den Kontrast zur ewigen Größe der Natur.

          Dass die Kunst der Kobell-Familie, auch Ferdinands Sohn Wilhelm gehört dazu, der deutschen Landschaftsmalerei um 1800 wichtige Impulse geben konnte, lag auch an Förderung und Ämtern, die ihr Kurfürst Karl Theodor von der Pfalz und später auch von Bayern zuteil werden ließ.

          Schon Goethe staunte

          Ein Sonderkatalog mit Zeichnungen und Druckgraphik der drei Künstler aus einer Privatsammlung dürfte in Neumeisters Auktion Alter Kunst am 26. März viele Sammler anziehen. Die meisten Lose darin stammen von Franz, dessen umfangreiche Zeichnungsproduktion bereits Goethe auffiel. Für die zum Teil kleine Konvolute bildenden Blätter gelten moderate Schätzpreise von 150 bis 1500 Euro.

          Vom Zeitgenossen der Kobells Johann Georg von Dillis hält die Hauptauktion drei Werke bereit. Den „Untersberg von der Salzburger Seite“ (Taxe 15.000/20.000 Euro) wie die beiden anderen Naturskizzen in Öl bewahrte ehemals Schloss Berchtesgaden als Leihgaben. Weitere Höhepunkte sind ein Medaillenentwurf des jungen Menzel aus Anlass der Aufnahme von Preußen-Kronprinz Friedrich bei den Freimaurern (3000/3500) und die liebliche rheinische Skulptur einer schönen Madonna mit Kind aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts (20.000/30.000).

          Weitere Themen

          Direkter Demokrat

          Fergus Millar ist tot : Direkter Demokrat

          Er provozierte eine der heftigsten Debatten in der jüngeren Geschichte seines Faches: Zum Tod des englischen Althistorikers Fergus Millar.

          „Harri Pinter Drecksau“ Video-Seite öffnen

          Trailer : „Harri Pinter Drecksau“

          Jürgen Maurer spielt Harri Pinter, einen Mitvierziger, der von sich und seinem Auftritt mehr als überzeugt ist. Als seine Freundin ihn jedoch betrügt, gerät sein Selbstbild ins Wanken. Der österreichische Film läuft am 19.07.2019 um 20.15 Uhr auf arte.

          Topmeldungen

          Erntete zuletzt mehrfach Kritik für seine Äußerungen auf Twitter: Uwe Junge

          Äußerungen von Uwe Junge : Kein Interesse an Mäßigung

          Für gemäßigte Aussagen ist Uwe Junge definitiv nicht bekannt. Im Gegenteil: Er nutzt die Sozialen Netzwerke regelmäßig, um unter seinen Anhängern Stimmung zu machen – mit Erfolg.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.