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Auktion in München : Rinas hauchfeine Sachen

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Art & Auktionen Scheublein versteigert in München mehrere Koffer voll Spitzen. Einst gehörten sie „Rina Fürstin Donnersmarck“.

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          Zwei alte Koffer und eine Reisetasche voll hauchzarter Spitzen, schwarze und weiße, breite und schmale. Weil Knickfalten die hohe Handarbeitskunst nachhaltig schädigen würden, machte sich jemand einst die Mühe, alles sorgfältig einzuwickeln und mit Schleifchen zu sichern. Kenner entnehmen der Beschriftung, welche Technik im Röllchen steckt: „Chantilly“, „Valenciennes“, „Point à l’aiguille“ und so weiter. Es wurden auch gleich Breiten und Längen gemessen und alles ordentlich in ein Heftchen eingetragen: „Spitzen“ vermerkte eine säuberliche Handschrift auf dem Titel und darunter eine andere in Lila: „Rina Fürstin Donnersmarck“. Das mag für manchen zusätzlich Anziehungskraft geben bei Art & Auktionen Scheublein in München am 20. September.

          Wer war Rina? Vor allem eine wurde so genannt: Katharina, die zweite Frau des Industriellen Guido Henckel von Donnersmarck, von dem es heißt, er sei der reichste Mann im Lande gewesen. Das Smaragddiadem jener Rina erzielte vor zwei Jahren auf einer Genfer Auktion elf Millionen Franken. Ob sie es war, die all das Spitzenwerk hortete, das man laut besagtem Heftchen vom 22. bis zum 25. März 1939 ordnete? 1939 war sie nicht mehr am Leben. Aber wer sagt denn, dass die Aufräumaktion nicht postum stattgefunden hat? Oder vielleicht gibt es weitere Damen namens Rina in der Familie Donnersmarck? Wie auch immer, der Käufer der in der Kunstauktion bei Scheublein auf 3500 Euro taxierten Spitzenkoffer bekommt noch eine Tüte mit Handschuhen als fürstliche Zugabe.

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