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Auktion in Ahrenshoop : Fischerfrauen und Malcousinen

Werke von ansässigen Malerinnen interessierten die Bieter diesmal sehr. Eine gezeichnete Scheune auf Usedom von Feininger kam auf 12.000 Euro.

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          Die Mitglieder der 1892 in Ahrenshoop gegründeten Künstlerkolonie profitierten auf der zum 37. Mal vor Ort abgehaltenen, sommerlichen Kunstauktion von ihrem wieder im Steigen begriffenen Nachruhm. Diesmal waren es die einst als „Malcousinen“ belächelten Damen an der Staffelei, deren knapper werdenden Hinterlassenschaften die Gunst solventer Bieter galt. Julie Wolfthorns reizvolle Darstellung zweier „Fischerfrauen am Gehöft“ stieg von taxierten 4200 bis 4800 Euro auf 10.000 Euro, die ein Berliner Sammler bewilligte. Außerdem fanden vier Motive der Elisabeth von Eicken, einer Mitbegründerin der Malerkolonie, Absatz zwischen 4800 und 6500 Euro.

          Camilla Blechen
          Freie Autorin im Feuilleton.

          Von 6500 bis 8000 auf 12.000 Euro kletterte das kurz vor der Jahrhundertwende entstandene, repräsentative Querformat „Winterliche Ostsee“ von Konrad Müller-Kurzwelly. Ein „Aufgehender Mond“ des im mecklenburgischen Barth tätig gewesenen Louis Douzette kam bei 8500 Euro unter den Hammer. Zur unteren Taxe von 12.000 Euro erwarb ein Stuttgarter Interessent Lyonel Feiningers auf 1910 datierte Wachskreidezeichnung einer Scheune in Neppermin auf Usedom.

          Elisabeth Büchsels „Inselblick“ auf Strand und Meer von Hiddensee ließ mit dem Zuschlag bei 11.000 Euro die Erwartung von 4600 bis 5600 Euro weit hinter sich. Ein visionäres Aquarell von Erwin Hahs, „Meine Fahnen“ fand bei 2200 Euro Gefallen. Max Uhligs Gemälde „Mecklenburgischer Augusttag“ brachte es auf stolze 10 500 Euro. Zu je 3000 Euro verkaufen ließen sich zwei schwebend leichte Strandimpressionen des Dresdner Malers Hans Kinder. Rückgänge ertragen mussten die schweren Ölbilder Hans Jüchsers „Nähende im Balkonzimmer“ und Albert Wigands „Stillleben mit Obstschale“.

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