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Auktion bei Van Ham : Venedig und immer Venedig

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Bei Mondschein am Canal Grande: Van Ham versteigert in Köln alte Kunst. Der Schwerpunkt liegt auf Arbeiten des 19. Jahrhunderts. An der Spitze: eine venezianische Vedute von Friedrich Nerly.

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          Ein breites Angebot an Gemälden und Papierarbeiten aus dem 19. Jahrhundert dominiert die Frühjahrsauktionen bei Van Ham in Köln am 17. Mai. Die Spitze besetzt eine nächtliche, venezianische Vedute von Friedrich Nerly. „Venedig und immer Venedig“ umschrieb er das Lebensthema seiner Malerei. Für die Darstellung des „Canal Grande mit Blick auf die Santa Maria della Salute bei Mondschein“ erhofft sich das Auktionshaus 70.000 bis 100.000 Euro.

          Von Armand Guillaumin, dem das Kölner Wallraf-Richartz-Museum 1996 die Ausstellung „Ein vergessener Impressionist“ widmete, finden sich zwei Werke im Katalog: 1917 entstand eine dunstige, ländliche Ansicht aus der Creuse im Herzen Frankreichs, die der Künstler als seine Wahlheimat bezeichnete (Taxe 40.000/60.000 Euro). Nahezu ein halbes Jahrhundert früher schuf der junge Guillaumin in Pastell die Darstellung der Pariser Pont de Seine (20.000/30.000).

          Unter den rund vierzig Arbeiten auf Papier ist auch ein Konvolut mit russischen Meisterzeichnungen des 19. und 20. Jahrhunderts. Die siebzehn Blätter stammen aus dem Besitz des 1986 gestorbenen Berliner Sammlers und früheren DDR-Außenministers Lothar Bolz, einem der wohl bedeutendsten Privatsammler der DDR (Taxen von 800 bis 15.000 Euro).

          Alle fünf Werke von Alfred von Wierusz-Kowalski erfüllen die Erwartungen an den Künstler: Sie zeigen Kutschfahrten, einen Tscherkessenkrieger oder auch einen einsamen Wolf im Schnee. Die Schätzungen der Gemälde liegen zwischen 1000 und 30.000 Euro. In einem Sonderkatalog schließlich präsentiert wird ein Konvolut mit sechzehn Gemälden und vierzehn Papierarbeiten des Dresdener Malers Robert Sterl aus einer rheinischen Privatsammlung.

          Beim Kunstgewerbe, das am 18. Mai versteigert wird, führen zwei von vergoldeten Adlern gehaltene, marmorne Konsoltische aus dem England des 18. Jahrhunderts das Angebot an (60.000/120.0000). Ein Verwandlungstisch aus der Roentgen-Werkstatt verlangt 60.000 bis 80.000 Euro.

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