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Auktionen bei Kornfeld : Fröhliche Geister

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Bei Kornfeld in Bern kommen am 14. und 15. Juni moderne und zeitgenössischen Werke unter den Hammer. Die Auswahl ist groß und bunt. Ein Blick auf das Angebot.

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          Kaffee, Cognac, Zuckerdose und Service, aus diesen vier Bestandteilen schafft Albert Anker im Jahr 1882 sein „Stillleben: Kaffee“. Es soll bei Kornfeld in Bern am 15.Juni 1,5 Millionen Franken einspielen – und ist damit eines der teuersten unter den gut tausend Losen, die in den Auktionen mit Kunst des 19. bis 21.Jahrhunderts am 14. und 15.Juni unter den Hammer kommen. Neben Ankers Ölgemälde sind auch Eduardo Chillidas Eisenplastik „Elogio del aire“ von 1956 und Ferdinand Hodlers „Walliser Landschaft – Blick von Crans Montana talaufwärts“ von 1915 auf je 1,5 Millionen Franken geschätzt.

          Jeweils eine Million sollen Lyonel Feiningers Ölgemälde „Cammin“ und ein „Heilandsgesicht“ Alexej von Jawlenskys einspielen, 900.000 Franken ein getupftes „Frauenporträt“Jawlenskys. Für Van Goghs frühe Porträtzeichnung in Kreide, Tusche und Aquarell „Oude Retering – Le Vieillard (Adrianus Zuyderland)“ werden 800.000 Franken veranschlagt.

          Weiter gibt es bei der Moderne von Paul Klee das farbkräftige Bild „Kleines Gartenbild mit schwarzen Blüten“ (Taxe 650.000 Franken). Träumerisch mutet Antoni Tàpies’ Ölgemälde „Parterre du jardin de Batafra“ an, das 1949 entstand, bevor er sich ganz der abstrakten Kunst widmete (150.000). Egon Schieles mit Kohle gezeichneter „Weiblicher Rückenakt, die Hände in der Hüfte“ von 1917 ist auf 150.000 Franken geschätzt wie auch ein „Liegender Akt auf Sofa“, um 1925, des Kirchner-Schülers Hermann Scherer. Für ein Exemplar von Edvard Munchs berühmtem Blatt „VampyrII“ werden 400.000 Franken erwartet und für „Das kranke Mädchen – das kranke Kind“ 250.000 Franken.

          Heiterer wird es beim Angebot der Kunst nach 1945: etwa auf den drei aquarellierten Zeichnungen „Ghosties“, die Lyonel Feininger um 1954/55 angefertigt hat (20.000/25.000); Feininger verschenkte solche fröhlichen Geister gern an Familie und Freunde. Günther Uecker ist auch bei Kornfeld präsent: Für ein „Weißes Feld“ hat er 1994 Nägel auf einer Leinwand über Holz eingeschlagen, geschätzt auf 400.000 Franken. Jean Tinguely schuf 1979 die Maschinenskulptur „Klamauk“, für die er Eisenteile, Holzräder und andere Gegenstände auf einen Traktor lud. Die Radierung zum Werk, das als das Wahrzeichen des Eisenplastikers gilt, findet sich bei Kornfeld (3000).

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