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Auktionen : Gebetsfest: Vorschau auf die Versteigerung von Schockens Hebraica bei Christie's in New York

Die fünfzehn hebräischen Manuskripte aus der Sammlung des deutschen Kaufhauskönigs Salman Schocken, die am 15. November bei Christie's in New York zur Versteigerung gelangen, werden private Spezialsammler aus aller Welt sicher zu schätzen wissen.

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          Nicht mehr als fünfzehn (hochkarätige) Einzelobjekte umfaßt die Offerte hebräischer Manuskripte aus der Sammlung des deutschen Kaufhauskönigs Salman Schocken, die am 15. November bei Christie's in New York zur Versteigerung gelangen.

          Camilla Blechen
          Freie Autorin im Feuilleton.

          Eingeliefert wurden die bis vor kurzem in der Jerusalemer Nationalbibliothek deponierten religiösen Schriften von den Erben des 1934 zunächst nach Palästina, später nach Amerika ausgewanderten vielseitigen Sammlers, der auch als Verleger tätig war und den ingeniösen Architekten Erich Mendelsohn als Gestalter seiner Warenhäuser in Nürnberg, Stuttgart und Chemnitz heranzog. Ein Teil der Bücherschätze Salman Schockens kam sechzehn Jahre nach seinem Ableben 1975 bei Hauswedell & Nolte in Hamburg unter den Hammer.

          Mit einer Taxe von 300 000 bis 400 000 Dollar ausgestattet, erscheint ein zur Mitte des 15. Jahrhunderts in Spanien entstandener Codex nach sephardischem Ritus, dessen Lederhülle ein hochdifferenziertes geometrisches Muster aufweist. Wohl aus Barcelona stammt eine hundert Jahre früher entstandene Handschrift zu den Riten des katalanischen Gebetsfestes, deren Einband metallene Nieten schmücken (Taxe 200 000 bis 300 000 Dollar).

          Den Kenner dürften vor allem 23 teils unveröffentlichte Fragmente aus der Genizah-Synagoge in Kairo ansprechen, die Schocken 1928 erwarb; der Großteil des sensationellen Fundes wanderte in die Universitätsbibliothek von Cambridge. Um den Absatz der Inkunabeln braucht sich das Auktionshaus kaum zu sorgen, private Spezialsammler in aller Welt wissen das Angebot zu schätzen.

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