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Auktion : Leitfigur mit Rekorderwartung

Er ist einer der deutschen Superstars des internationalen Markts: Adolph von Menzel. Leitfiguren wie er sind für exorbitante Preise gut. Ende Juni soll nun sein „Meissonier in seinem Studio in Poissy“ bei Sotheby's in London versteigert werden.

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          Er ist einer der deutschen Superstars des internationalen Markts - Adolph von Menzel. Leitfiguren wie er sind für exorbitante Preise gut, nun soll eine neue Marge vorgegeben werden: Menzels auf Holz gemaltes Ölbild „Meissonier in seinem Studio in Poissy“ ist in der Londoner Sotheby's-Auktion mit Deutscher und Österreichischer Kunst am 27. Juni auf 400.000 bis 600.000 Pfund geschätzt - deutlich zielt diese Erwartung auf einen Rekord für das 21 mal 29 Zentimeter große Bild aus dem Jahr 1869. Es zeigt Menzels Freund und Kollegen Ernest Meissonier - bekannt für seine militärischen Schilderungen, zum Ruhme Napoleons gern - am Werk in seinem Sommeratelier; seine Gattin und der Maler Louis Ricard schauen zu.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Einlieferer des Bilds ist die Jacob Stern Family Loan Collection in San Francisco. Und Jacob Stern war der Lieblingsneffe von Levi Strauss - dem Mann, dem die Welt die Blue Jeans verdankt. Levi Strauss lebte bei Jacobs Familie, als er im Jahr 1902 starb; Jacob wurde sein Nachfolger in der Firma. Das große Erdbeben im April 1906 in San Francisco zerstörte die ursprüngliche Levi Strauss & Co.-Fabrik - und etwa die Hälfte von Jacobs Bildern. Seine zwei Menzel kamen durch.

          Kontinuierliche Wertsteigerung

          Das bisher höchstbezahlte Menzel-Gemälde ist der gut 60 mal 47 Zentimeter große „Schafgraben in Berlin“ von 1846. Er wurde bei der Berliner Villa Grisebach im November 2003 für 1,05 Millionen Euro, also gut 730.000 Pfund, an die New Yorker Handlung Artemis zugeschlagen; die Schätzung lag bei 500.000 bis 700.000 Euro. Aktuelle Vorgabe ist der Preis für die 28,5 mal 22,5 Zentimeter messende Gouache „Blick in einen kleinen Hof“, die sich seit 1941 im Besitz der Nationalgalerie Berlin befand und 2005 an die Erben von Marie Busch, geborene Mendelssohn Bartholdy, restituiert wurde. Sie spielte im Juni 2006 bei Sotheby's in London sogar 750.000 Pfund ein, rund 1,1 Millionen Euro.

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