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Ergebnisse bei Koller : Gute Zeiten für schöne Landschaften

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An erster Stelle eine Ägypterin: Die Auktionen mit Schweizer Kunst, Impressionismus und Moderne, Zeitgenossen und Graphik haben bei Koller in Zürich viel positive Resonanz gefunden. Ein Blick auf die Ergebnisse.

          Das Angebot der vier Auktionen mit Schweizer Kunst, Impressionismus und Moderne, Zeitgenossen und Graphik hat bei Koller in Zürich viel positive Resonanz gefunden. Besonderes Interesse wurde von den Bietern für die Werke des Impressionismus und der Moderne bekundet. Das Spitzenlos war Kees van Dongens Ölgemälde „Rouge et Jaune (L’Égyptienne)“ von 1910/11, eingeliefert aus einer Schweizer Privatsammlung: Die bildschöne Ägypterin wurde für 1,5 Millionen Franken (Taxe 1/2 Millionen) an eine europäische Privatsammlung verkauft.

          Hoch im Kurs standen einige Gemälde mit ländlichen Motiven, so etwa Renoirs „Paysage – Les Arbres“, das bei 110.000 Franken (70.000/90.000) zugeschlagen wurde, oder Auguste Herbins „Paysage“ von 1905, das auf 50.000 Franken (12.000/18.000) stieg. Ebenfalls großer Beliebtheit erfreuten sich einige Plastiken: Der Steinguss der „Büste des Emporsteigenden Jünglings“ von Wilhelm Lehmbruck aus dem Jahr 1913 kam auf 270000 Franken (150.000/ 250.000); Georg Kolbes Bronze „Genius“ von 1946 erreichte 48000 Franken (18.000/ 24.000).

          Im speziellen Segment der Schweizer Kunst sind die Ergebnisse durchmischt. Überraschenderweise fand mit Giovanni Giacomettis Aktgemälde „La lettrice (die Leserin)“ ausgerechnet das am höchsten dotierte Los der Auktion keinen Käufer. Dasselbe Schicksal ereilte seine hübsche „Fienagione (Heuernte)“ (120.000/180.000). Am teuersten verkauft wurde stattdessen Albert Ankers nachdenkliches Bild „Der Seminarist“, das 115.000 Franken (60.000/80.000) einspielte. Gottardo Segantinis „Gravasalvas am Lunghinpass ob Maloja“ von 1941 erzielte 100.000 Franken (100.000/150.000), das gleiche Motiv als Winterlandschaft, das Segantini im selben Jahr malte, kam noch auf 75.000 Franken (100.000/ 150.000).

          Ferdinand Hodlers „Bildnis einer Unbekannten“ wurde erst bei 36.000 Franken (15.000/ 20.000) zugeschlagen. Für eine Überraschung sorgte Adolf Dietrichs „Kleine Waldlandschaft“ von 1928, eigentlich als Trägerbrettchen für die Geweihstange eines Rehs gedacht, die schließlich 16.000 Franken erforderte, gegenüber einer Taxe von 800 bis 1200 Franken.

          Hohe Gebote bei Zeitgenossen und Grafik

          Unter den zeitgenössischen Werken kam es bei Koller zu einigen hohen Preisen. John Chamberlains bemalte Stahlskulptur „Kiss #14“ brachte es auf 440.000 Franken (250.000/350.000). Andy Warhols „Clockwork Panda Drummer“ von 1983 erzielte 160.000 Franken (80.000/140.000). HR Gigers geheimnisvoller „Lord of the Rings“ erforderte ein Gebot von 120.000 Franken (70.000/ 100.000). Die komplex verschachtelte Plastik „Double Human Figure“ des chinesischen Künstlers Xia Xiaowan wurde bei 75.000 Franken (80.000/140.000) zugeschlagen, Tony Craggs Bronzeskulptur „Red Square“ von 2007 bei 120.000 Franken (75.000/125.000).

          Fast das Doppelte seines Schätzpreises erreichte auch ein unbetiteltes Ölbild der deutschen Malerin Karin Kneffel. Das Werk, in dem sich ein Dalmatiner, eine Skulptur und ein Fenster in Marmorfliesen spiegeln, wurde erst bei 88.000 Franken (45.000/ 65.000) zugeschlagen.

          Bei der Versteigerung von Graphik und Multiples erzielte Picassos Lithographie „Françoise“ von 1946 gute 43.000 Franken (28.000/34.000). David Hockneys Radierung „The Student: Homage to Picasso“ von 1973 erforderte 14.000 Franken (5000/7000), Keith Harings Farbserigraphie „Statue of Liberty“ 44.000 Franken (30.000/40.000). Franz Gertschs Holzschnitt „Dominique“ von 1988 erfüllte seine Erwartung mit dem Zuschlag bei 140.000 Franken (120.000/180.000). Ein beachtliches Ergebnis erzielte auch Victor Vasarelys dreidimensional anmutendes Acrylgemälde „Kezdi-Domb“, das aus einer Schweizer Privatsammlung in die Versteigerung gelangt war und erst bei 165.000 Franken (90.000/160.000) zugeschlagen wurde.

          Koller machte mit vier Auktionen einen Umsatz von zwölf Millionen Franken, inklusive des Käuferaufgelds; die mittlere Gesamttaxe hatte bei 9,2 Millionen Franken gelegen.

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