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Art Basel Miami Beach wächst : Sonnenschein statt Krisen

2021 am Stand der Sikkema Jenkins Gallery: Jeffrey Gibson, „People Like Us“ Bild: Art Basel Miami

Die Art Basel Miami Beach wird bei ihrer zwanzigsten Ausgabe im Dezember mit mehr Ausstellern als jemals aufspielen. Das Umfeld dafür ist gegeben.

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          Zwei Nachrichten treffen dieser Tage zusammen: Da ist zum einen, dass der Ableger der Kunstmesse Art Basel in Miami Beach Anfang Dezember sein zwanzigjähriges Bestehen mit der höchsten je erreichten Ausstellerzahl begehen wird. 283 Galerien aus 38 Ländern sind angekündigt, davon 26 neu hinzukommende. Im vergangenen Jahr präsentierten sich im Miami Beach Convent Center 253 Galerien aus 36 Ländern und 44 Newcomer. Auf Wachstumskurs verspricht die Art Basel Miami Beach noch diverser zu werden und will ihre führende Position im nord- wie südamerikanischen Markt ausbauen.

          Ursula Scheer
          Redakteurin im Feuilleton.

          Die Zeichen dafür, dass die Messe dieses Ziel mit einem Umsatzplus erreichen könnte, stehen nicht schlecht; das legt eine zweite Meldung nahe. Dem jährlich vorgelegten „Global Wealth Report“ der Schweizer Bank Credit Suisse zufolge hat die Corona-Krise 2021 zu einem Vermögenszuwachs besonders bei den Wohlhabendsten geführt. Mehr als 62 Millionen Dollar-Millionäre zählt der Report weltweit. Die Zahl derjenigen mit mehr als fünfzig Millionen Dollar Vermögen stieg um 46.000 auf knapp 220.000. Die Schweiz, Mutterland der Art Basel, bleibt das Land mit dem größten Durchschnittsvermögen. Die Hälfte aller neuen Millionäre aber lebt in den Vereinigten Staaten – und von ihnen dürften nicht wenige Kunst als Geldanlage interessiert sein.

          Die Neuzugänge auf der Art Basel Miami Beach kommen überwiegend aus den Vereinigten Staaten; weitere aus Argentinien, Brasilien, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Japan, Singapur, Spanien, Südafrika und Südkorea. Aus Wien reist die Galerie Sophie Tappeiner erstmals an. Die Gefahr einer Rezession steigt derweil auch in den USA, und die Erfahrung zeigt, dass dann auch der Kunstmarkt nicht immun gegen einen Abschwung wäre – wenngleich das Topsegment ihn zuletzt spüren würde. Noch aber haben vor allem Spitzensammler eines: Kapital zum Investieren.

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