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Alte und moderne Kunst : Kleiner Jäger und kleine Daphne

Rembrandts 400. Geburtstag läßt den Kunstmarkt nicht unberührt. So werden einige seiner Radierungen auch bei Bassenge in Berlin versteigert, bevor das Auktionshaus am 2. Dezember moderne Werke verkauft.

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          Rembrandts 400. Geburtstag läßt den Kunstmarkt nicht unberührt. Ablesbar ist die merkantile Herausforderung an den 50.000 Euro, die sich in der Auktion bei Bassenge in Berlin am 30. November mit Rembrandts „Landschaft mit dem Jäger“ verbinden, wozu die Herkunft der Radierung aus der Sammlung des englischen Porträtisten Thomas Lawrence gewiß beiträgt.

          Camilla Blechen

          Freie Autorin im Feuilleton.

          Unter 29 Dürer-Graphiken stechen „Die Jungfrau mit der Birne“ (Taxe 28.000 Euro) hervor, das von zwei Engeln gehaltene „Schweißtuch“ Christi (12.000) und das imposante „Große Pferd“ (6000). Ein Hauptblatt Schongauers, „Die Geburt Christi“, ist für 28.000 Euro abrufbar, Cranachs d. Ä. Kupferstich „Die Buße des heiligen Chrysostomus“ wird für 12.000 Euro angeboten.

          Bildnerische Tendenzen der Nachkriegszeit

          Mit 16.000 Euro beziffert, erscheint Salvador Rosas Rötelstudie zur Auffindung des von Wölfen genährten Zwillingspaars Romulus und Remus. Liebhaber der Veduten des Canaletto müßten für den pittoresken Turm von Malghera 15.000 Euro investieren, für die Silhouette von Padua 12.000; für 9000 Euro zu haben wäre Bellottos Blick auf die Brühlsche Terrasse und das barocke Dresden.

          In der streckenweise etwas matt belegten „Kunst des 20. Jahrhunderts“ am 2. Dezember findet sich die 1918 modellierte, bei Noack gegossene „Kleinen Daphne“ der Renée Sintenis (12.000). Unter den Editionen fällt ein Exemplar der „Deutschen Künstlern“ gewidmeten fünften Bauhaus-Mappe von 1921 auf (19.000).

          Etwas Besonderes liegt vor mit der 1957 vom neugegründeten Deutschen Künstlerbund herausgegebenen Mappe, deren Erlöse in die Ungarnhilfe fließen sollten: Die Blätter von Heckel, Hartung, HAP Grieshaber, Winter, Schumacher und Mac Zimmermann spiegeln die unterschiedlichen bildnerischen Tendenzen der Nachkriegszeit (9000).

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