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Katalog der Antiquare : Bücher für alle!

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Viele Antiquariate haben eine große Auswahl an Autographen und Büchern im Angebot, darunter auch einige signierte Erstausgaben. So hält das Antiquariat Rüger aus Frankfurt ein handschriftlich signiertes Exemplar der deutschen Übersetzung von fünf spannenden Erzählungen Jean Paul Sartres vor, die unter dem Titel „Die Mauer“ herausgegeben wurden (1000 Euro). Das Antiquariat Peter Ibbetson aus Engelskirchen bietet die gesammelten Werke Goethes in 49 Bänden an (3500 Euro) und eine – ungelesene – Erstausgabe von Franz Kafkas Erstlingsroman „Amerika“ von 1927, deren roten Einband, passend zum Titel, eine amerikanische Flagge ziert (4000 Euro).

Das Antiquariat Patzer&Trenkle aus Konstanz bietet unter anderen eine frühe Ausgabe von Daniel Defoes „Robinson Crusoe“ mit einer Weltkarte an (750 Euro). Außerdem gibt es die „Chymischen Schriften“, Aufzeichnungen eines alchemistischen Schriftstellers namens Valentinus Baselius, dessen Identität historisch bislang nicht gesichert ist: Die gesammelten Werke des Autors sind mit Holzschnitten versehen, so etwa die Schrift „Von dem großen Stein der Uhralten Weisen“ (2400 Euro). Weniger bekannte Werke eigentlich berühmter Schriftsteller versammelt das Antiquariat Heuberger aus Köln, wie zum Beispiel sechs Aufsätze von Hermann Hesse unter dem Titel „Kleine Betrachtungen“ (900 Euro), Alfred Döblins Erzählband „Die Lobensteiner reisen nach Böhmen“ (400 Euro) und einen Einakter von Hugo von Hoffmannsthal, „Der weiße Fächer. Ein Zwischenspiel“ (250 Euro).

Kulinarische Reisen und bibliophile Kostbarkeiten

Wer viel Wert auf Ästhetik legt, wird beim Antiquariat Karajahn aus Berlin fündig, das zwei Sammlungen mit ausgefallenen Menü- und Programmkarten präsentiert: Die erste Kollektion umfasst dreizehn deutsche Karten aus der Zeit um 1868 bis 1914 (480 Euro), die zweite 32 Karten und Flaschenetiketten aus Deutschland, Frankreich und Ungarn von 1890 bis 1940 (380 Euro). Sie laden ihre Betrachter geradezu ein, sich in die jeweilige Zeit hineinzuversetzen. Ebenso hübsch ist der illustrierte Reiseführer des „Reise-Vereins zur Verschönerung von Memel und Umgegend“ aus dem Jahr 1898, der beim Antiquariat Joachim Wilder in Hannover zu haben ist (280 Euro). Und eine kulinarische Reíse in die sechziger Jahre ist das „Kochbuch für Feiertage“ (240 Euro),

Mit einem vielseitigen Angebot ist das Antiquariat Tautenhahn aus Lübeck vertreten, das eine Ausgabe mit 33 in Leder eingebundenen Bänden des Deutschen Wörterbuchs von Jacob und Wilhelm Grimm bereithält (1800 Euro). Eine bibliophile Kostbarkeit ist das kolorierte Werk „A History of British Birds“, das der irische Naturforscher Francis Orpen Morris 1863/64 verfasste und das später in goldgeprägter Leinenbindung herausgebracht wurde (300 Euro). Das Stader Kunst-Buch-Kabinett vereint Varia zur Kunst des 20.Jahrhunderts, darunter das Heft „The Blue Four: Feininger Jawlensky Kandinsky Paul Klee“, das Schwarzweißabbildungen und Fotografien der vier Künstler vereint und 1930 in Hollywood von der Braxton Gallery herausgegeben wurde (3000 Euro). Zu haben ist dort auch das „Dictionnaire abrégé du surréalisme“ aus dem Jahr 1938 von André Breton und Paul Éluard (400 Euro).

So vereint der Gemeinschaftskatalog im breitgefächerten Spektrum bekannte Größen mit seltenen Schriften und Werken, unter denen jeder Leser, Liebhaber und Bibliophile einen Schatz für sich entdecken kann.

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