https://www.faz.net/-gqz-35h1

Kunstmarkt : Für Maastricht ist das Beste gerade gut genug

  • -Aktualisiert am

Rembrandts „Minerva” - Blickfang der Tefaf Bild: Otto Naummann Ltd.

An diesem Donnerstag wird im niederländischen Maastricht die führende internationale Messe für Kunst und Antiquitäten eröffnet.

          1 Min.

          Zum 15. Mal startet „The European Fine Art Fair“ (Tefaf) in Maastricht an diesem Wochenende mit dem Feinsten, Teuersten und Edelsten aus der Welt des Kunstmarktes in eine neue Saison. Rasant entwickelte sich die Messe zum führenden Handelsplatz für Kunst und Antiquitäten. Sammler und Händler aus aller Herren Länder bieten und suchen mit höchsten Ansprüchen Frischware: üppige Gemälde, Heiligen-Skulpturen, glitzernden Schmuck, geschliffenes Glas, seltene Asiatika, fürstliche Möbel oder Schachfiguren aus Edelholz.

          Im vergangenen Jahr fanden 75.000 Interessierte in acht Tagen den Weg ins südniederländische Maastricht. Mindestens so viele Besucher erwarten die Veranstalter in diesem Jahr auf der bis zum 17. März dauernden Messe auch. Die meisten kommen und staunen. Sie unterhalten sich mit den fachkundigen Händlern, erfragen Preise, betasten Porzellan und Gewebe, polierte Oberflächen und kleinste Sammelobjekte und ziehen weiter. Dennoch waren im Vorjahr die Umsätze gut. Man darf gespannt sein, ob sich die Kurve nach dem ökonomischen Einbruch des letzten Herbstes in diesem Jahr weiter aufwärts bewegen.

          Wachsendes Interesse

          Entgegen allen Trends wurde die Tefaf in diesem Jahr um einen Tag verlängert. Wieder ist die Messe gewachsen, wenn auch nur um vier Teilnehmer. Diesmal versammeln sich 199 Händler aus 13 Ländern. In sechs Segmenten laden Kostbarkeiten zum Schwelgen wie in Tausend und Einer Nacht ein, aus allen Weltregionen und allen Zeiten.

          Früher Kopfstand: Porträt aus Früchten von Arcimboldo (1527-1593)
          Früher Kopfstand: Porträt aus Früchten von Arcimboldo (1527-1593) : Bild: French & Company, Llc

          Angeboten werden ausgesuchte Spitzenstücke, die eine strenge Jury passieren, bevor das gutgläubige Publikum sie zu Gesicht bekommt. Nicht nur wohl betuchte Sammler finden den Weg an die Maas, sondern auch wohlbestallte Kunsthistoriker und Museumsdirektoren.

          Seltene Angebote

          Die Kunsthändler kommen mit ihren jeweils besten Stücken und zeigen, was sie neu erworben haben. Etwa eine eben entdeckte Zeichnung von Michelangelo oder eine zum ersten Mal öffentlich angebotene Plastik von Hans Arp, ein seltenes Elfenbeinstühlchen, das einst einem indischen Prinzen gehörte, oder ein Gesangbuch, das vor 700 Jahren der Bibliothek von St. Marco in Venedig zu finden war.

          Ein Bild von van Gogh ist ebenso im Angebot wie das alles überragende und teuerste Gemälde seines 300 Jahre älteren Landsmannes Rembrandt van Rijn. Von ihm ist eine frisch restaurierte „Minerva“ zu sehen, jene römische Göttin, die als schöne Schutzpatronin der schönen Künste verehrt wurde.

          Weitere Themen

          Meisterin der (un)sinnigen Gedanken

          Surrealismus mit Sophie Calle : Meisterin der (un)sinnigen Gedanken

          Nicht nur in den Geschichten selbst entfaltet die französische Künstlerin Sophie Calle ein Verwirrspiel der besonderen Art, auch der Zyklus ihrer kleinen surrealistischen Geschichte sprengt alle Synapsen des Alltäglichen.

          Topmeldungen

          Olaf Scholz, Annalena Baerbock und Armin Laschet während des Triells

          Das letzte Triell : Dieses Mal war Scholz vorbereitet

          Baerbock, Scholz und Laschet hatten nochmals die Chance, ihre Schlagfertigkeit zu zeigen. Der Sozialdemokrat und die Grüne präsentierten sich als Partner von morgen.
          Ein bedrohlicher Anblick: Die feuerrote Lava schießt in die Höhe.

          Mehrere Eruptionen : Vulkanausbruch auf Kanareninsel La Palma

          Fachleute hatten es befürchtet: Nach vielen kleinen Erdstößen ist ein Vulkan auf La Palma ausgebrochen. Lava und Asche schleudern durch die Luft. Seit Sonntagnachmittag wurden mehrere Tausend Menschen in Sicherheit gebracht.
          Christian Lindner beim FDP-Parteitag am Sonntag in Berlin.

          FDP vor der Wahl : Lindner will Stimmen aus Überzeugung, nicht aus Kalkül

          Die Freidemokraten sinnieren darüber, wer sie wählt und warum. Aus Taktik sollten die Leute nicht für die FDP stimmen, sagt Parteichef Lindner. Doch die Vorzeichen haben sich während des Wahlkampfs dramatisch verändert.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.