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Frankfurter Bildhauerin : Siegreich im Lockdown

Die „Unbesiegte“: Gipsmodell der Statue im Atelier der Künstlerin Bild: Gregory Powell

Kunst hilft der Frankfurter Bildhauerin Wanda Pratschke immer. In der von der Corona-Pandemie zunehmend beherrschten Zeit hat ihr die Arbeit an der „Unbesiegten“ eine Menge Halt gegeben. Und geholfen, nicht in ein Loch zu fallen.

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          Sie hat es wieder getan. Und nicht zum letzten Mal. So werden es zumindest diejenigen vermuten, die Wanda Pratschke auch nur ein wenig näher kennen. Zwar stimmt es schon, man hatte es ohnehin nicht recht glauben wollen, dass es nun tatsächlich genug sein solle. Dass Pratschke es künftig wirklich gut sein lassen wolle mit der Arbeit an immer größeren und mächtigeren Skulpturen. So erklärte sie es vor gut einem Jahr neben ihrer gerade erst vollendeten „Großen Frau“. Andererseits ist die Arbeit an Pratschkes gewaltigen, für den Außenraum vorgesehenen Plastiken, zu denen Skulpturen wie die „Große Liegende“ oder die „Schöne“ am Frankfurter Flughafen zählen, für die Künstlerin stets auch eine gewaltige Anstrengung – gedanklich, finanziell naturgemäß, aber auch und vor allem körperlich.

          Christoph Schütte

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Seinerzeit hatte die Frankfurter Bildhauerin mit ihrer großen Ausstellung im Kunstverein Familie Montez gerade erst ihren 80. Geburtstag gefeiert. Man mochte es insofern immerhin für denkbar halten, dass die 1939 in Berlin geborene Künstlerin in Zukunft wahrhaftig kleinere Brötchen backen werde. Doch dann kam Pratschke im Januar 2020 aus Brasilien zurück, wo eine ihrer Töchter lebt, und dachte: „Wenn ich mich jetzt verzettele, wenn ich mich jetzt einfach bloß noch wiederhole, das bringt ja nichts.“ So hat es Pratschke, seit sie mit fast 40 Jahren anfing, an der Frankfurter Städelschule zu studieren, im Grunde schon immer gehalten.

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