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Wege aus der Krise : Wie schlecht steht es wirklich um die Zukunft der Museen?

  • -Aktualisiert am

Die Revolution frisst ihre Schauhallen: Klimaaktivisten der Extinction Rebellion bei einem „Die-in“ im Natural History Museum London, 2019 Bild: AFP

Schwarze Wolken ziehen auf über der zweihundert Jahre alten Institution der Ausstellungshäuser. Und das nicht nur wegen der Pandemie. Was muss sich ändern, damit die Museen nicht aus unserem Leben verschwinden? Ein Gastbeitrag.

          7 Min.

          Wenn ich vor einem Jahr über die Zukunft der Museen hätte schreiben sollen, hätte ich einfach die Trends, in der Mehrzahl waren es Wachstums- und Erfolgstrends, die in diesem Bereich seit mehr als einem halben Jahrhundert wirksam sind, aufgezählt und wäre zu der – durchaus vernünftigen – Annahme gelangt, dass sie sich fortsetzen würden.

          All dies scheint plötzlich veraltet. Die Annahme, dass sich die positive Entwicklung fortsetzen werde, ist durch den Ausbruch eines unvorhergesehenen Ereignisses entkräftet worden: der Covid-19-Pandemie. An deren Beginn von einer französischen Zeitschrift gefragt, wie ihre Auswirkungen auf die Museen sein würden, sagte ich, sie würden schwach sein. Ich habe mich vollständig geirrt. Heute, mehrere Monate später, können wir sehen, dass die Pandemie eine Katastrophe für die Museen war, die sie gezwungen hat, für mehrere Monate zu schließen, und deren Besucherzahlen sie reduziert hat, indem sie Gesundheitsstandards mit verheerenden Folgen für Budgets und Projekte erzwang. Und ihre Wirkung ist bei weitem noch nicht absehbar. Neben der Vernichtung von Menschenleben und der schweren Belastung der Wirtschaft ist eine ihrer gravierendsten Folgen, dass sie die Zukunft unvergleichlich unberechenbarer gemacht hat als zuvor. Da das Coronavirus, das Covid-19 verursacht, immer noch einen Teil seines Geheimnisses bewahrt hat und der Impfstoff auf sich warten lässt, weiß niemand, was die Pandemie in wenigen Wochen, geschweige denn Monaten oder Jahren, bewirken wird. Wir können uns daher nur verschiedene Szenarien ausmalen, ohne zu wissen, welches von ihnen die besten Chancen haben wird, einzutreten.

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