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Architektur von Barozzi Veiga : Zeit für Großes

  • -Aktualisiert am

Helvetische Arkaden, entworfen von Fabrizio Barozzi und Alberto Veiga: Das Zürcher Tanzhaus am Limmatufer besticht durch seine Bezüge zum Außenraum. Bild: dpa

Sie nehmen selbst die unmöglichste Bauaufgabe als Herausforderung an: Wie das italienisch-katalanische Architekturbüro Barozzi Veiga die Schweizer Architektur umkrempelt.

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          Die internationale Karriere des in Barcelona ansässigen Architektenbüros Barozzi Veiga begann mitten in der spanischen Finanzkrise. Als der vormals boomende katalanische Bausektor dramatisch einbrach und die Architekturbüros reihenweise schließen mussten, trafen der Italiener Fabrizio Barozzi und der Galicier Alberto Veiga eine mutige Entscheidung: In Zeiten der Wirtschaftsflaute werde man sich ausschließlich auf internationale Wettbewerbe konzentrieren. Wenig später gestand Fabrizio Barozzi ein, dass „unsere Karriere entgegengesetzt zu der unserer Kollegen verläuft“. Vergessen war die Zeit der Mini-Aufträge.

          Als das Duo einen Wettbewerb für den Bau einer Philharmonie im polnischen Stettin gewann, hallte das Ereignis wie ein Paukenschlag durch die Architektenszene. Mehr noch: Das Stettiner Projekt brachte die jungen Architekten, die sich in Sevilla, im Büro von Guillermo Vázquez Consuegra, kennengelernt hatten, sogar den renommierten Mies van der Rohe Award ein. Der Preis katapultierte die Enddreißiger in die internationale Liga und öffnete ihnen bislang verschlossene Türen. Ausgerechnet in der kleinen Schweiz, die mit zahlreichen herausragenden Architekturbüros gesegnet ist, setzte sich ihre Erfolgssträhne fort.

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