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Waterhouse-Gemälde abgehängt : Ist das Kunst oder muss das weg?

Ein Gemälde von Waterhouse hängt nicht mehr in der Manchester Art Gallery – um eine Diskussion über die Art anzustoßen, wie der weibliche Körper in der Malerei dargestellt werde. Was, wenn diese Dummheit Schule macht?

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          Die Manchester Art Gallery hat ein Bild des englischen Malers John William Waterhouse abgehängt. Die Stelle, an der bislang „Hylas und die Nymphen“ hing, so teilt das Museum mit, bleibe nun leer, um eine Diskussion anzustoßen: über die Art, wie der weibliche Körper in der Malerei dargestellt werde, nämlich meistens entweder als „passives“ dekoratives Element oder als „femme fatale“. Das Abhängen wird selbst als eine Art Kunstaktion verstanden: „Lasst uns dieser viktorianischen Phantasie entgegentreten!“

          Ein Bild abzuhängen, um ein Gespräch über seine Motive anzustoßen, ist widersinnig. Erkennbar wird hier als Diskussionsanstoß verbrämt, was in Wahrheit der Versuch ist, die von solchen „Kuratoren“ erwünschten Ergebnisse einer solchen Diskussion vorwegzunehmen: dass nämlich so nicht hätte gemalt werden sollen, wie Waterhouse malte. Vielleicht auch, dass Waterhouse, der 47 Jahre alt war – und also den Begriff des alten weißen Mannes erfüllte –, als er im Jahr 1896 zeigte, wie der Gespiele des Herakles in einen See gezogen wurde, besser gar nicht gemalt hätte. Oder gar nicht mehr ausgestellt werden sollte. Oder nur, wenn mindestens ebenso viele Bilder von nicht-weißen, nicht-alten Nicht-Männern im selben Museum gezeigt würden.

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