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„Sammlung Kicken“ im Kunstpalast : Warum zahlte Düsseldorf acht Millionen für ein Foto-Konvolut?

  • -Aktualisiert am

Der Ankauf der „Sammlung Kicken“ für das Museum Kunstpalast für acht Millionen Euro war der Stolz Düsseldorfs. Warum nennen Kritiker den Preis überzogen und den Ankauf „eine Verhöhnung leidenschaftlicher Sammler“? Eine Recherche.

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          Die Vorwürfe reißen nicht ab: Als die Stadt Düsseldorf 2018 ein Konvolut von 3039 Fotografien von der Berliner Galerie Kicken für das Museum Kunstpalast erwarb, habe sie einen maßlos überzogenen Preis bezahlt – so äußern sich zunehmend Experten, teils offen, teils hinter vorgehaltener Hand.

          Tatsächlich wurde in Deutschland noch nie so viel Geld für Fotografie ausgegeben wie diese 8,36 Millionen Euro – von den zwölf Millionen, auf die das Museum Kunstpalast das Konvolut schätzte. So kam es, dass zunächst die staunenswerte Summe selbst im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand und allseits als Ausdruck einer idealistischen kulturellen Gesinnung gelesen wurde, als Bekenntnis der Stadt Düsseldorf zur Fotografie (so auch in der F.A.Z. vom 14. Dezember 2018).

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