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Deutscher Pavillon in Venedig : Wird alles gerade noch mal gutgegangen sein?

Team 2038 kuratiert Deutschen Pavillon in Venedig. Zu sehen sind Dr. Jennifer Jacquet (links) und Dr. Becca Franks und einige andere Lebewesen. Bild: Team 2038/Team Verleih

Eigentlich sollte jetzt die Architektur-Biennale stattfinden. Sie wurde auf 2021 vertagt. Was bedeutet das für den deutschen Pavillon und das Projekt „2038“ – und was passiert mit dem, was man zeigen wollte?

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          Wenn alles so gekommen wäre, wie man es im Februar noch dachte, dann säße der Künstler und Regisseur Christopher Roth jetzt in Venedig vor dem deutschen Pavillon in den Giardini und würde Fragen beantworten, und draußen vor den Toren der Architekturbiennale würden die Besucher sich auf den Vaporetti drängeln und sich später in Harry’s Bar an einen der letzten freien Tische quetschen. Es kam anders: Wenn in diesen Tagen wieder Touristen nach Venedig reisen dürfen, wird Harry’s Bar dicht sein und keine Architekturbiennale stattfinden, und Roth, einer der Kuratoren des deutschen Pavillons, sitzt nicht in den Giardini, sondern in der Nähe von Berlin in einer umgebauten DDR-Trikotagenfabrik, wo er eines seiner Ateliers hat.

          Niklas Maak

          Redakteur im Feuilleton.

          Was macht man, wenn die Biennale erst um ein paar Monate und dann um ein ganzes Jahr verschoben wird? Kann man die Beiträge, die vor Corona geplant und hergestellt wurden und von einer Welt ohne Corona erzählen, einfach ein Jahr lang einmotten und dann wieder herausholen – oder sind diese Beiträge selbst ein historisches Dokument, und man muss einen ganz neuen Beitrag planen? Auch Ausstellungsmacher und ihre Geldgeber – in diesem Fall der deutsche Staat – stehen vor seltsamen neuen Fragen.

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