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In der Nähe der Champs-Elysées : Umstrittene Riesenskulptur von Jeff Koons in Paris aufgebaut

  • Aktualisiert am

Ihre bunte Pracht wird erst im Oktober enthüllt: Noch ist Jeff Koons’ Riesenskulptur „Bouquet of Tulips“ unvollständig und in Plastik gehüllt. Bild: AP

Der Künstler nennt sie ein Zeichen amerikanisch-französischer Freundschaft, zahlreiche Kulturschaffende in Paris sehen sie als Kommerz-Coup: Nach zwei Jahren Streit wird die Riesenskulptur von Jeff Koons endlich aufgebaut.

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          Nach einem über zweijährigen Streit bekommt eine Riesenskulptur von Jeff Koons nun ihren Platz unweit der Champs-Élysées. Während der Installation der mehr als zehn Meter hohen und über dreißig Tonnen schweren Skulptur, die eine Hand mit einem Tulpenstrauß darstellt, bleibt das Werk jedoch mit Kunststoffplanen verdeckt. Es soll Anfang Oktober offiziell eingeweiht werden. Die ersten Teile wurden vor wenigen Tagen aus Deutschland angeliefert, wo sie in der Nähe von Frankfurt hergestellt wurden.

          Der 64 Jahre alte Amerikaner hatte den Entwurf der Stadt Paris Ende 2016 geschenkt im Gedenken an die Opfer der Attentate in Frankreich zwischen 2015 und 2016. Doch zahlreiche Kulturschaffende liefen gegen die Errichtung der monumentalen Plastik aus Stahl und Bronze Sturm, die Koons als Geste der Freundschaft zwischen dem amerikanischen und französischen Volk verstanden wissen wollte.

          Sie bemängelten den prominenten Standort auf dem Vorplatz zwischen zwei Museen für moderne und zeitgenössische Kunst im schicken 16. Arrondissement, vor allem aber sahen sie in dem Geschenk einen kommerziellen Coup des amerikanischen Stars. Denn die auf über drei Millionen Euro geschätzten Herstellungskosten trägt nicht der Künstler, sondern französische und amerikanische Sammler und Mäzene.

          Um den Streit zu schlichten, wurden Koons mehrere Standorte vorgeschlagen, die dem Künstler alle nicht zentral genug waren. Mit dem Platz in dem kleinen Park des Petit Palais, des Kunstmuseums der Stadt Paris, scheint der Streit nun belegt zu sein.

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