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Studie eines Heilands, aber von wem? Bild: Leonardo da Vinci International Committee/artnet

Salvator Mundi : Neue Zeichnung wird Leonardo da Vinci zugeschrieben

In Italien ist eine Studie mit dem Abbild von Jesus Christus aufgetaucht. Handelt es sich wirklich um eine Meisterzeichnung von Leonardo da Vinci?

          2 Min.

          Es wurde auch Zeit. Schon so lange war nichts mehr vom „Salvator Mundi“ zu hören. Auf sein Wiedererscheinen wartet zumindest die Kunstwelt nun seit November 2017, als eine Holztafel mit diesem Motiv, umstritten genug Leonardo da Vinci zugeschrieben, in New York versteigert wurde. Jetzt kommt der „Weltenretter“ aber ganz anders, gewissermaßen durch die Hintertür. In einer ungenannten Privatsammlung in Lecco in der Lombardei hat eine italienische Kunsthistorikerin nämlich jüngst eine Zeichnung entdeckt. Annalisa Di Maria, die dem Unesco Center in Florenz assoziiert ist, hält diese für ein eigenhändiges Werk des Renaissance-Genies. Obendrein will sie darin die Studie zu einem wirklichen „Salvator Mundi“-Gemälde Leonardos erkennen.

          Rose-Maria Gropp

          Redakteurin im Feuilleton, verantwortlich für den „Kunstmarkt“.

          Das „wahre Gesicht des ,Salvator Mundi‘“, nennt Di Maria in der Zeitung „La Stampa“ dieses Bild, das zuerst vom „Leonardo da Vinci International Committee“ vorgestellt wurde. Sie identifiziert in der Darstellung Jesu Christi Leonardos Stilmerkmale; zumal es sich um eine Rötelzeichnung handelt, was für ihn als typisch gelten kann. Auch Leonardos berühmtes – vermutliches – Selbstbildnis von 1512 in der Biblioteca Reale in Turin ist in Rötel ausgeführt. Mit diesem vergleicht Di Maria ihren Fund. Beide sind im Dreiviertelporträt gehalten; immerhin eine gewisse Ähnlichkeit lässt sich, auch aus aller Distanz, erst einmal nicht bestreiten.

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