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Ende Juli in Leipzig: Der Immobilienunternehmer Christoph Gröner (zweiter von links) ersteigert das Bild „Der Anbräuner“ von Neo Rauch.

Kunst und Populismus : In den Feedbackschlaufen des Zorns

Neo Rauch hat den Kritiker Wolfgang Ullrich in ein Bild verwandelt, das zur Trophäe der neuen Rechten wurde. Ullrichs Buch darüber zeigt, wie in den Kämpfen um Deutungshoheit Kultur, Politik und Ökonomie verschmelzen.

AfD und der Pro-Sieben-Film : Schleicher

Der ehemalige Sprecher der AfD, Christian Lüth, verbreitet Menschenhass. Pro Sieben dokumentiert seine Worte. Lüth muss gehen. Doch damit ist die Sache noch längst nicht vorbei.

Illustrationstheater : Vom Willen zur schamlosen Selbstreferenz

Es gibt ein Theater, das die Gegenwart permanent kommentieren will. Seine Mittel wirken feuilletonistisch, aber eigentlich konkurriert es mit den sozialen Medien. Ein Beispiel?

Exzesse der Verkehrswende : Wer verdrängt wen?

Verkehrspolitik als hochmoralisches Pflaster: Jetzt brechen alle sozialen Verteilungsfragen zwischen Fußgängern, Radlern und Autofahrern wieder auf.

Studie zu Talkshows : Die neue Meinungsbildung mündiger Bürger

Das „Progressive Zentrum“ fordert in einer Studie über Talkshows mehr Pluralismus, da die Gäste meist aus Politik und Medien kommen. Die AfD blendet es in der Datenanalyse einfach aus.

Sprachleitfaden für Diversität : Angeschwärzt

Wo kein Rassismus ist, wird er eben erfunden: Was der neue Sprachleitfaden der Berliner Justizverwaltung über das „Schwarzfahren“ verrät.

Playlists : Geht mit Musik wirklich alles leichter?

Es braucht nur den richtigen Soundtrack, schon klappt es mit der Konzentration und motiviertem Arbeiten. Das versprechen Musik-Streamingdienste mit ihren Playlists. Wenn es so einfach wäre!

Hessischer Hof : Pulsschlag und Taktgeber

Wo einst die Agenten durch die Flure schlichen: Mit dem Hessischen Hof schließt auch eine wichtige Außenstelle der Frankfurter Buchmesse.

Facebook funkt SOS : Immer auf die Kleinen

Facebook schlägt Alarm: Seine europäischen Dienstleistungen stünden vor dem Ende, wenn die EU die Weiterleitung personenbezogener Daten nach Amerika verbietet.

Vermüllung einer Stadt : Müllhalde der Unendlichkeit

Da hilft auch keine Poesie: Einst hat Giacomo Leopardi die Landschaft rund um die italienischen Stadt Recanati besungen. Nun soll dort eine Deponie errichtet werden, die seiner Dichtung den Hintergrund zu rauben droht.

Kampf gegen Kriminalität : Speicherpflicht

Die europäische Polizei erzielt Fahndungserfolge gegen das organisierte Verbrechen, weil sie verschlüsselte Kommunikation gehackt hat. Das zeigt, was Strafverfolger brauchen und was der Gesetzgeber leisten muss.
Den Katzen gehörte seine Sympathie: Paul Klees Katze Nuggi.

Paul Klees Tiere : Das Urchs als besserer Mensch

Seit seiner Kindheit malte Paul Klee Tiere. Die Internationalen Tage Ingelheim zeigen seine zoologischen Gärten der Phantasie mit einem liebenswürdig tollpatschigen Mischwesen.

Literatur-Newsletter : Die wichtigsten Bücher der Woche

Sie interessieren sich für Literatur? Im F.A.Z.-Newsletter bekommen Sie immer freitags einen Überblick der wichtigsten Buchneuerscheinungen aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Reise, Sachbuch und Belletristik.

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  • Marion Eichmann: Tokyo mono (Detail), 2004

    Künstlerin Marion Eichmann : Im Spielzeugland

    Alles aus Papier: Die Collagen und Installationen von Marion Eichmann haben mit Zynismus oder Konsumkritik nichts zu tun. Ihr Reiz ist spielerisch.
  • Rätselhafter roter Faden: Hödickes „6,90 reine Wolle“ in Öl auf ungrundierter Leinwand, 1965

    Ausstellung von Hödicke : Malen ist eine tolle Sache!

    Die Pinakothek der Moderne München zeigt den frühen „Wilden“ Karl Horst Hödicke. Seine Werke haben über seine Schaffensjahrzehnte in ihrer Dynamik und Energie nichts an Frische verloren.
  • Ein Objekt von Kristellers Leidenschaft: „Apollo“, Kupferstich von Marcantonio Raimondi, um 1512

    Kunsthistoriker Kristeller : Trostsuche bei Tizian

    In der Pionierzeit der Graphiksammlungen brachte der Kunsthistoriker Paul Kristeller deutsches Knowhow nach Italien. Eine Ausstellung des Berliner Kupferstichkabinetts ehrt sein Andenken.
  • Die Peggy Guggenheim Sammlung am Canal Grande in Venedig

    Crowdfunding-Kampagne : Hilfe für Peggy Guggenheim

    In Italien haben die privaten Museen während des Lockdowns keine Unterstützung bekommen. Jetzt soll eine Spendenaktion der Sammlung Peggy Guggenheim in Venedig helfen.
  • Klangkunst im Berghain : Ein Gefühl, als würde man überfahren

    Hören statt tanzen: Die Halle im Technoclub Berghain zeigt eine eindrucksvolle Klanginstallation des Künstlerduos Tamtam. Sie weckt Zweifel, dass die Welt wieder so wird, wie sie einmal war.
  • Die Kuratorin des Museums für Angewandte Kunst Mahret Kupka und der  Sammlungsleiter Gegenwartskunst im Städel Martin Engler

    Museen und Rassismus : Eine Zumutung, eine geschmacklose Provokation

    Das Frankfurter Städel präsentiert Georg Herolds Gemälde „Ziegelneger“ und provoziert damit Empörung und Protest. Zeit für ein Streitgespräch zwischen der Kuratorin Mahret Kupka und dem Sammlungsleiter Martin Engler.
  • Ausstellung zu 1870/71 : Als Preußen Straßburg bombardierte

    Ein Krieg schuf das wilhelminische Kaiserreich: Das Militärhistorische Museum in Dresden zeigt den deutsch- französischen Waffengang von 1870/71 als Weichenstellung der europäischen Geschichte.
  • Zwei Tage Arbeit am Motiv: Das fertige Bild entstand am 22. Juli 1919 nach zwei Skizzen.

    Ubbelohdes Schleiereule : Ganz gleich, wie schlimm die Zeiten sind

    Otto Ubbelohde sah die Erscheinungen der Natur mit anderen Augen: Wie er 1919 seine „Tote Schleiereule“ malte und woran es liegen könnte, dass das Gemälde und die Vorskizzen ein vollkommen anderes Bild zeigen.
  • Zwanzigerschau in Mannheim : Der Aufbruch der Frauen

    Boring Twenties: Auch Mannheims Kunsthalle sucht wie viele Museen derzeit den Geist der Zwanziger. Der neue Direktor Johan Holten stellt dies aber in seiner Premiereausstellung „Umbruch“ subtiler an als andere – und findet viele offene Fragen.
  • Mit grafischen Mustern, starken Kontrasten und einem Übermaß an Licht feiert sie die Stadt als Heiligtum.

    Berenice Abbott in Köln : Keine Melancholie zwischen Paris und New York

    Vom Ende der zwanziger Jahre an, als sich nach der Wirtschaftskrise zwei Epochen begegneten, fotografierte Berenice Abbott den Wandel New Yorks. Die Bilder zählen zum Eindrücklichsten, was die Stadt- und Architekturfotografie kennt.
  • Ausstellung zu Otto Freundlich : Schönheit ist Auflösung

    Im Dienst humanistischer Überzeugungen: Otto Freundlich war ein Pionier der abstrakten Kunst. Eine Pariser Retrospektive zeigt seine dynamischen Farbfeldkompositionen.
  • Ein Raum, erfüllt von Wohlklang menschlicher Stimmen: Im Portikus ist „Hum“ von Hajra Waheed zu erleben.

    Portikus Frankfurt : Summen ohne Schuhe

    Die Klanginstallation der kanadischen Künstlerin Hajra Waheed in der Frankfurter Ausstellungshalle Portikus umfängt die Besucher mit einschmeichelnden Klängen.
  • Können diese Augen lügen? Schlecht getarntes Reh von Strobo B M.

    Ausstellung zum Wald : Ein Bambi steckt in jedem von uns

    Die Eres-Stiftung in München fächert ein interdisziplinäres Panorama der Wald-Lesarten auf. Zeitgenössische Künstler können darüber lachen. Oder dem Parlament der Bäume das Wort überlassen.
  • Aus dem Setzbaukasten: Jerbossyn Meldibekows Transformer in der Phase „Hammer und Sichel“.

    Zeitgenössische Kunst : Monument der Wandlungen

    Wenn die Geschichte im Kreis verläuft: Der Kasache Jerbossyn Meldibekow veranschaulicht mit seiner vor dem Moskauer Garage-Museum aufgebauten Skulptur „Transformer“, dass Russland immer asiatischer wird.
  • Vier Engel flankieren die Kuppel an der Decke des Innenraums der Hagia Sophia.

    Mosaiken der Hagia Sophia : Unter den Augen der Engel

    Kaiser, Propheten und Seraphim: Die großartigen christlichen Mosaiken der Hagia Sophia könnten wegen des islamischen Bilderverbots bald hinter Stoffbahnen verschwinden.
  • Berühmter Zyklus : In Picassos Harem

    Aus der späten Serie „Les femmes d’Alger“ des Künstlers ist jetzt ein zweites Bild in einer Auktion verkauft worden. Es hat durchaus museale Qualität. Der ganze Zyklus ist seit 1955 nicht mehr komplett ausgestellt worden.
  • Mary Beard, Althistorikerin und Frauenrechtlerin aus Großbritannien, erklärt die Bilder "Diana und Kallisto" und "Venus und Adonis" des italienischen Künstlers Tizian.

    Tizian in London : Sechs Bilder für die Ewigkeit

    Waren sie je zuvor in einem Raum versammelt? Die National Gallery führt Tizians „Poesie“-Zyklus vollständig zusammen – und ist nun endlich für Besucher offen, nachdem sie nur drei Tage nach der Enthüllung für 111 Tage schließen musste.