https://www.faz.net/-gqz-9zn37

Eine-Million-Euro-Gemälde : Frau bekommt 100-Euro-Los geschenkt und gewinnt einen Picasso

  • Aktualisiert am

Der Wert von Picassos Werk "Stillleben" aus dem Jahr 1921: rund eine Million Euro. Bild: Reuters

Das nennt man Losglück: Eine Italienerin hat bei einer Verlosung des Auktionshauses Christie’s einen Picasso gewonnen – der Tombola-Erlös fließt in ein Hilfsprojekt in Afrika. Das Werk aus dem Jahr 1921 wird auf einen Wert von einer Million Euro taxiert.

          1 Min.

          Ein wertvoller Picasso zum Schnäppchen-Preis: In Paris ist am Mittwochabend das Werk „Stillleben“ des berühmten Künstlers aus dem Jahr 1921 verlost worden, wie bei einer Live-Übertragung des Auktionshauses Christie’s mitzuverfolgen war. Der Einsatz der Gewinnerin für die Tombola: 100 Euro. Der Wert des Bildes: Rund eine Million Euro. Losglück bei der elektronischen Ziehung hatte eine Italienerin, die das Gewinnlos als Geschenk erhalten hatte.

          Insgesamt wurden den Veranstaltern zufolge gut 51.000 Lose à 100 Euro verkauft und somit 5,1 Millionen Euro für Projekte der Hilfsorganisation Care erzielt. Die meisten Lose kauften Franzosen: Sie machten 29 Prozent der Teilnehmer aus, 21 Prozent kamen aus den Vereinigen Staaten und 19 Prozent aus der Schweiz.

          Eigentlich hatten die Organisatoren sogar 200.000 Lose verkaufen wollen, doch der Andrang fiel geringer aus. Care-Kommunikationschefin Emanuela Croce zeigte sich dennoch zufrieden. „Mit mehr als fünf Millionen haben wir ein außerordentliches Ergebnis für eine komplizierte Aktion in komplizierten Zeiten erzielt“, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP.

          Der Besitzer des Gemäldes, der Kunstsammler David Nahmad, erhält eine Million Euro, der Rest des Erlöses soll an Care-Projekte in Afrika gehen. Dadurch sollen 200.000 Menschen in Madagaskar, Kamerun und Marokko Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten.

          Die bereits für Januar geplante Tombola war wegen des zunächst mäßigen Interesses auf März verschoben worden – dann kam die Corona-Krise dazwischen.

          Das derzeit noch im Pariser Picasso-Museum ausgestellte Gemälde zeigt eine geometrische Komposition mit einem Stück Zeitung sowie einem Absinth-Glas. Es handle sich um ein Bild aus einer Zeit, in der Picasso „die realistischen und kubistischen Strömungen synthetisiert hat“, sagte Museumsdirektor Laurent Le Bon. Das Werk rege zum „Denken und Träumen“ an.

          Weitere Themen

          Nachtreten bis zum Umfallen

          „Bild“ & Kekulé gegen Drosten : Nachtreten bis zum Umfallen

          Die „Bild“-Zeitung macht mit dem perfiden Kesseltreiben gegen den Virologen Christian Drosten weiter. Ein paar Helfershelfer springen auf den Zug auf. Und dieser rast mit Vollgas, so wie das Boulevardblatt es sich wünscht.

          Topmeldungen

          Notbetreuung in einer Grundschule in Brandenburg

          Wie lange ohne Schule? : Bildung ist mehr als Betreuung

          Statt Kindergeld-Prämien zu zahlen, sollte der Staat mit dem Geld besser Reihentests finanzieren. Dadurch wäre ein geregelter Schulbetrieb wieder möglich. Der ist dringend nötig.
          Zielscheibe der „Bild“-Zeitung: der Virologe Christian Drosten.

          „Bild“ & Kekulé gegen Drosten : Nachtreten bis zum Umfallen

          Die „Bild“-Zeitung macht mit dem perfiden Kesseltreiben gegen den Virologen Christian Drosten weiter. Ein paar Helfershelfer springen auf den Zug auf. Und dieser rast mit Vollgas, so wie das Boulevardblatt es sich wünscht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.