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Keine abermalige Restitution : Österreich darf Klimts „Beethovenfries“ behalten

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Wurde Klimts „Beethovenfries“ in den siebziger Jahren abermals unter Druck verkauft? Der Kunstrückgabebeirat Österreichs hat entschieden, wem eines der bedeutendsten Werke des Künstlers gehört.

          Österreich darf den berühmten „Beethovenfries“ von Gustav Klimt behalten. Der staatliche Kunstrückgabebeirat empfahl an diesem Freitag in Wien, das Gemälde nicht an die Erben der früheren jüdischen Besitzer zurückzugeben. Die hatten das 34 Meter lange monumentale Gemälde zurückgefordert.

          Einst war das Werk der Besitzerfamilie Lederer von den Nationalsozialisten geraubt worden. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs bekam die Familie den Bilderzyklus zurück, durfte ihn jedoch nicht aus Österreich ausführen. Anfang der 1970er Jahre verkaufte der Sammler Erich Lederer den Fries an den Staat. Zentraler Streitpunkt war nun, ob dieser Verkauf unter Druck erfolgte.

          Für eine Rückgabe müsse ein enger Zusammenhang zwischen dem Ausfuhrverfahren und dem Verkauf des Gemäldes bestehen, sagte der Beiratsvorsitzende Clemens Jabloner. Dieser Zusammenhang sei jedoch nicht gegeben.

          Der 34 Meter lange Bilderzyklus gilt als zentrales Werk des Wiener Jugendstils und als eine von Klimts (1862-1918) bedeutendsten Schöpfungen. Er ist seit 1986 in den Räumen der Künstlervereinigung Wiener Secession ausgestellt und ist dort Publikumsmagnet.

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