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New Yorker Museum hängt um : MoMA protestiert gegen Einreiseverbot

  • Aktualisiert am

Auch ein Werk der berühmten irakischstämmigen Architektin Zaha Hadid hängt nun im MomA: „The Peak Project, Hong Kong China, 1991“ Bild: AFP

Sieben Werke hat das Museum of Modern Art umgehängt: Statt Picasso und Matisse werden nun Werke von Künstlern ausgestellt, die aus den mit Einreisebann belegten Ländern stammen.

          Aus Protest gegen das von US-Präsident Donald Trump per Dekret verhängte Einreiseverbot hat das New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) die Werke mehrerer Künstler ausgestellt, die aus mit dem Bann belegten Ländern stammen. Sieben Werke von Künstlern unter anderem aus dem Sudan, dem Irak und dem Iran nahmen im fünften Stock des weltberühmten Museums den Platz von Bildern von Pablo Picasso, Henri Matisse oder Francis Picabia ein, wie die „New York Times“ am Freitag berichtete.

          Zu sehen sind unter anderen Werke des Malers Ibrahim el-Salahi aus dem Sudan oder der irakischstämmigen Architektin Zaha Hadid. Die ebenfalls ausgestellte Malerin Tala Madani, der Bildhauer Parvis Tanavoli oder die Fotografin Shirana Shahbasi stammen aus dem Iran. Neben jedem dieser Werke ist eine Inschrift angebracht, die auf das Einreiseverbot hinweist: „Dieses Werk ist das eines Künstlers aus einem Land, dessen Bürger laut dem Präsidenten-Dekret vom 27. Januar 2017 nicht mehr in die USA einreisen dürfen.“

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