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Rekordverdächtige Lichtkunst : Hochmoselbrücke erstrahlt in allen Farben

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Besser als tagsüber: Der Künstler R.O. Schabbach bestrahlt die Hochmoselbrücke. Bild: dpa

Erst im vergangenen November wurde die zweithöchste Brücke Deutschlands fertig. Der Bau war umstritten. Jetzt wird die Hochmoselbrücke spektakulär von einem Lichtkünstler inszeniert. Auch heute Abend.

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          Aus grau wird bunt: Bei einem Lichtkunstspektakel an der Hochmoselbrücke hat der Künstler R.O. Schabbach am Freitagabend farbige Gemälde auf zwei Pfeiler und den verbindenden Brückenteil über der Mosel projiziert. „Ich bin einfach nur sprachlos. Es ist ein grandioser Moment“, sagte der Künstler bei Zeltingen-Rachtig. Die Installation habe „Weltrekordformat“: Sie erstrecke sich über 250 Meter Breite, 160 Meter Höhe und 30 Meter Tiefe. Es ist Schabbachs erstes Lichtkunstwerk an der fertigen Hochmoselbrücke.

          Das Besondere an diesem Lichtkunstwerk sei: „Es entsteht ein Bogen über die Mosel von der Eifel in den Hunsrück – für mich das ,Tor zur Mittelmosel’ sozusagen“, sagte der Künstler. Jeder Pfeiler werde zu 360 Grad inszeniert plus die Unterseite der bis zu 160 Meter hohen Brücke. „Es ist überwältigend.“ Viele Schaulustige waren an die Mosel gekommen, um bei dem Ereignis dabei zu sein.

          Darum ist es an der Mosel so schön: Flusspanorama an der Hochmoselbrücke.

          Der gebürtige Düsseldorfer hatte die Brücke, die im vergangenen November für den Verkehr freigegeben worden war, schon 2017 und 2018 mit Lichtkunst „bespielt“. Dieses Projekt sei das bisher größte Vorhaben. Rund 25 besondere Projektionsgeräte, die Schabbach selbst entwickelt hat, waren für die Inszenierung notwendig. Langfristiges Ziel sei, eines Tages die ganze Brücke mit ihren zehn Pfeilern zu inszenieren.

          Auch im Tageslicht monumental: die Hochmoselbrücke bei Zeltingen-Rachtig.

          Schabbach hat nach eigenen Angaben mit seinen Lichtkunstprojekten fünf Einträge in Guinness-Buch der Rekorde geschafft: Darunter mit seinem „Lichtdorf“ im Wohnort Morbach-Hundheim, in dem er 115 Gebäude zum Leuchten brachte. In Bad Bertrich (Kreis Cochem-Zell) strahlte er Hausfassaden über 1,52 Kilometer an.

          Das Kunstwerk an der Hochmoselbrücke soll auch am heutigen Samstag (25. Januar) bis 24 Uhr sowie am Abend des 14. und 15. Februar erstrahlen. Dazu werde dann wieder die L 189 von Zeltingen-Rachtig bis Erden gesperrt, damit Besucher parken und schauen könnten.

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