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Kunstraub : Tatverdächtiger gesteht „Friedenszeit“-Diebstahl

  • Aktualisiert am

Der in Untersuchungshaft sitzende Rechtsanwalt hat zugegeben, das Spitzweg-Gemälde „Friedenszeit“ während der Langen Nacht der Museen im März gestohlen zu haben. Das Gemälde ist eine halbe Million Euro wert.

          Im Fall des aus der Mannheimer Kunsthalle entwendeten Spitzweg-Gemäldes hat der in Untersuchungshaft sitzende Rechtsanwalt den Diebstahl eingeräumt. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Mannheim am Dienstag der dpa.

          Der 41jährige habe zugegeben, das Bild während der Langen Nacht der Museen im März gestohlen zu haben, sagte der Sprecher. Der Anwalt war im Dezember gefasst worden, als er das Bild verdeckten Ermittlern zum Kauf anbot. Er hatte nach seiner Festnahme zunächst behauptet, das Bild von einem Tschechen bekommen zu haben. Das Gemälde „Friedenszeit“ ist eine halbe Million Euro wert. Wann das Gemälde wieder in der Kunsthalle zu sehen sein wird, ist weiter unklar. Ein Sprecher der Kultureinrichtung sagte, das Werk müsse „ein bisschen restauriert“ werden.

          25 mal 49 Zentimeter großes Gemälde

          Die Ermittlungen hatten nach dem Diebstahl zunächst keine heiße Spur ergeben. Anfang Juni war auch über die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ nach dem Bild gesucht worden. Die Versicherung setzte eine Belohnung von 50.000 Euro für Hinweise auf den Verbleib des Werkes aus.

          Das nur 25 mal 49 Zentimeter große Gemälde war in einem für die Öffentlichkeit gesperrten Trakt der Kunsthalle untergebracht gewesen, weil dort eine neue Ausstellung vorbereitet wurde. Der Leiter der Kunsthalle hatte nach dem Diebstahl Sicherheitsmängel eingeräumt. Das Gemälde hing seit mehr als 100 Jahren in Mannheim.

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