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documenta 12 : Riss oder Rutsch

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Die Wiese vor dem Kassler Schloss Wilhelmshöhe hat der documenta-Künstler Sakarin Krue-On für den Reisanbau terrassiert. Jetzt bemüht man sich dort wie im alten Thailand um die zarten Pflanzen. Doch sie wollen nicht recht gedeihen.

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          Erhebliche Bewässerungsprobleme gefährden das größte Werk der documenta. Die Reispflanzen des thailändischen Künstlers Sakarin Krue-On vor dem Schloss Wilhelmshöhe in Kassel können trotz ständiger Bewässerung nicht gedeihen. Offenbar versickert das Wasser in dem präparierten Hang. Bei einer stärkeren Bewässerung droht der Hang jedoch abzurutschen. Die einige Zentimeter hohen Pflänzchen standen am Dienstag in einer Erde, die vor Trockenheit bereits brüchig geworden ist.

          Der Thailänder hatte für „Terraced rice fields art project“ die Wiese vor dem klassizistischen Schloss Wilhelmshöhe auf 7000 Quadratmetern in Terrassen verwandeln und Reis anpflanzen lassen. Dabei werde man so weit wie möglich auf den Einsatz von Maschinen verzichten und stattdessen nach überlieferten Methoden die Arbeiten mit einfachen Geräten wie Spaten oder Hacken per Hand verrichten, hatte die documenta bei der Vorstellung des Projekts erklärt. Der Gegensatz zwischen Hochkultur und einfachster Landwirtschaft, Schönem und Praktischem solle so dargestellt werden.

          Die documenta-Macher hofften auf eine Blüte inmitten der Schau und eine bescheidene Ernte an deren Ende. Nach den 100 Tagen der zwölften documenta sollen Feld und Reis wie fast alle anderen Exponate wieder verschwinden.

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