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Documenta 12 : Mehr Werke von weniger Künstlern

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Knapp anderthalb Jahre vor der Eröffnung gab der Leiter der Documenta 12, Roger M. Buergel, die Namen erster Teilnehmer der weltbekannten Kunstschau bekannt. Er will weniger Künstler einladen als zuletzt. Aber mit mehr Werken.

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          Auf der 12. Kasseler documenta im nächsten Jahr werden deutlich weniger Künstler vertreten sein als bisher. Es würden nicht mehr als 100 Künstler eingeladen, sagte Kuratorin Ruth Noack am Dienstag in Kassel. Bei den elf bisherigen Weltkunst-Ausstellungen hatte die Zahl immer deutlich höher gelegen: 1997 und 2002 waren es knapp 120, im Rekordjahr 1977 sogar fast 500 gewesen.

          „Wir wollen den Künstlern die Möglichkeit geben, in die Tiefe zu gehen“, sagte Noack. Jeder documenta-Teilnehmer soll sich mit mehreren Arbeiten vorstellen können und damit auch dem weniger kunsterfahrenen Publikum eine Einordnung des Werks ermöglichen. Es würden Künstler aus aller Welt nach Kassel kommen, jedoch ohne Anspruch auf Vollständigkeit, wie die Kuratorin erklärte. „Wir sind nicht die UNESCO, wir werden Lücken aufweisen.“

          Knapp anderthalb Jahre vor Eröffnung der documenta 12 - so früh wie selten - gab der künstlerische Leiter Roger M. Buergel die Namen der ersten beiden nominierten Teilnehmer bekannt: Eingeladen sind der polnische Tonkünstler Artur Zmijewski, der 2002 in Leipzig eine Bachkantate mit einem Chor von Gehörlosen und Schwerhörigen aufführen ließ, und der spanische Starkoch Ferran Adriá.

          Zwei weitere Künstler begleiten darüber hinaus den Prozeß der Vorbereitung. Imogen Stidworthy aus England arbeitet an einer Ton- und Videoinstallation über Brüche in Kommunikation und Sprache. Ricardo Basbaum aus Brasilien will „schöne, aber nutzlose“ Objekte an Kasseler Haushalte verteilen und dann die Reaktionen darauf sammeln.

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