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Digitalisierung in Museen : Aus der Online-Erfahrung lernen

  • -Aktualisiert am

Steht man wie im August 2006 in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin dem „Mann mit dem Goldhelm“ eines Rembrandt-Schülers persönlich gegenüber, weiß man wenigstens, womit man es zu tun hat. Digitalisate sind oft nur unzureichend bezeichnet. Bild: Picture-Alliance / Eventpress Herrmann

Digitale Sichtbarkeit: Museen müssen jetzt aus der Online-Erfahrung lernen, doch die digitale Verdopplung ist komplex und langwierig. Der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gibt Hinweise.

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          Die Corona-bedingte Schließung der Museen setzte erhebliche Kreativität frei: Nutzer stellten auf Instagram berühmte Kunstwerke in ihren Wohnungen nach, Kuratoren führten auf Facebook live durch die leeren Schauräume. Nicht alle Formate sind nachhaltig, aber sie zeigen, wie sich das räumlich-körperliche Erlebnis der Kunst und ihre digitale Vermittlung ergänzen. Mit der schrittweisen Rückkehr zur Normalität stellt sich die schon länger geführte Debatte über die „digitale Erweiterung“ der Museen mit neuer Dringlichkeit.

          Schon kurz vor der Pandemie hatte Bernhard Maaz, der Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, eine Denkschrift vorgelegt: „Das gedoppelte Museum. Erfolge, Bedürfnisse und Herausforderungen der digitalen Museumserweiterung für Museen, ihre Träger und Partner“ (Köln 2020). Mit guten Argumenten erhebt Maaz Einspruch gegen das Klischee des digitalisierungsfernen Museums, das den Zugang zu Reproduktionen und sammlungsgeschichtlichen Quellen mutwillig vereitle.

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