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Ed Ruscha im Interview : „Es ist wie in Armageddon“

Nie war die Kunst cooler als in den Bildern von Ed Ruscha. Und nie war Ruschas Kunst so kritisch wie jetzt in Wien. Im Gespräch äußert er seine Sorge um Amerika.

          5 Min.

          Herr Ruscha, wie würden Sie beschreiben, was gerade passiert?

          Kolja Reichert

          Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Oh, Sie meinen in der Welt?

          Ja.

          Nun, ich betrachte mich als aussterbende Art, denn ich lese immer noch die Zeitung. Ich habe kein Mobiltelefon, aber ich weiß, dass die meisten ihre Nachrichten hierüber kriegen (zeigt auf das aufzeichnende Mobiltelefon). Gerade habe ich gelesen, wie indigene Völker in Brasilien ausgelöscht werden aus Profitinteresse, für Goldabbau und Landwirtschaft. Sie zerstören Brasilien. Mit Amerika ist es nicht anders, ich sehe schwarze Wolken am Horizont. Es sieht nicht gut aus. Aber gleichzeitig halte ich die Hoffnung aufrecht. Am Ende bleibt mir nichts übrig, als Kunst zu machen, und das ist okay für mich.

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