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Gurlitts Erbe Kunstmuseum Bern : Wir lassen uns nicht erpressen

Warum das Kunstmuseum Bern das Erbe von Cornelius Gurlitt angenommen hat: Marcel Brülhart, Vizepräsident der Dachstiftung des Hauses, spricht über Drohungen, den Rechtsstreit mit der Familie und Fehler, die die Schweiz jetzt nicht machen darf.
Hans Christoph: „Paar“, Aquarell, 1924. Das Werk wurde jenen Werken des Schwabinger Kunstfundes zugerechnet, bei denen laut Behördenangaben „der begründete Verdacht auf NS-verfolgungsbedingten Entzug“ bestehen sollte.

Gurlitts Erben : Wir wollen Wiedergutmachung

Was geschieht mit den Kunstwerken aus dem Nachlass des verstorbenen Cornelius Gurlitts? Das letzte Wort liegt beim Oberlandesgericht. Und bei den Erben.

Antisemitismus-Vorwürfe : Luisas Welt

Wer wissen will, was uns im Wahlkampf erwartet, bekam in der Talkshow von Anne Will einen Vorgeschmack, als Luisa Neubauer auf die Union eindrosch. Dass die Moderatorin dem nicht gewachsen war, ist fatal.

Beschwerde bei UN : Orbán räumt an Ungarns Universitäten auf

Ungarns Ministerpräsident schränkt die Kunstfreiheit an den Hochschulen des Landes ein. Doch eine übergroße Mehrheit der Wähler steht seit 2010 hinter ihm. Kann er deshalb tun und lassen, was er will?

Cricketschläger : Klanghölzer

Seit bald hundertsechzig Jahren klagt man in England über den Verfall von Cricket, das einmal als die feinste und fairste Art des englischen Sports galt. Nun versetzen auch noch Materialfragen der englischen Seele einen empfindlichen Schlag.

Tagesspiegel gesteht Fehler : Alles nicht gemacht

Der Tagesspiegel hatte früh über vermeintliche Hintermänner der Aktion #allesdichtmachen berichtet. Inzwischen rudert das Blatt zurück und entschuldigt sich öffentlich für handwerkliche Fehler.

Thielemann in Dresden : Ohne Zukunft

Die Verträge des Chefdirigenten Christian Thielemann und des Intendanten Peter Theiler an der Semperoper Dresden sollen 2024 enden. Die Regierung Sachsens hat eigene Pläne. Auf die jetzige Führung wirft sie damit kein gutes Licht.

Instagram : Memefiziert

CDU-Wahlkämpfer haben für Instagram das Prinzip des Memes entdeckt – aber nicht so ganz verstanden. Was genau läuft da schief?

Englische Fußballtrikots : Kuschellöwen

Die erfolglosen Löwen: 55 Jahre sind seit dem ersten und einzigen Weltmeisterschaftstitel der Engländer vergangen. Nun soll deren berühmtes Emblem durch ein seltsam zahmes Gegenbild ersetzt werden.

Kinderbuchpreis nicht vergeben : Nicht katholisch genug?

Elisabeth Steinkellners „Papierklavier“ sollte den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis erhalten, die Bischöfe verhinderten das. Ein Fall von Kanzelkultur?

Zum 100. Geburtstag : Warum Sophie Scholl keinen Mythos braucht

Sophie Scholl hat in der kollektiven Erinnerungskonstruktion als Jüngste und als einzige Frau immer eine besondere Rolle gespielt. Um sie als Vorbild zu sehen, ist kein Verweis auf Überirdisches nötig.
Was sagt diese Unordnung über Cornelius Gurlitt aus? Der Blick in einen Raum seines Salzburger Hauses legt nahe, dass er sein Leben kaum noch im Griff hatte.

Kunstsammler Cornelius Gurlitt : Unordnung und spätes Leid

An diesem Donnerstag präsentiert die Taskforce Schwabinger Kunstfund ihre Ergebnisse. Für Cornelius Gurlitt kommen sie zu spät. Vieles spricht dafür, dass der Kunstsammler ein heillos überfordertes Bauernopfer von Justiz und Politik war.

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  • Leiterin der Gurlitt-Taskforce : Wo ist denn hier die Blamage?

    Die Sammlung von Cornelius Gurlitt enthält wohl viel weniger Raubkunst als gedacht. Ingeborg Berggreen-Merkel leitet die Taskforce im Fall Gurlitt. Die Juristin verteidigt sich gegen anonyme Kritiker – und die Erwartungen der Öffentlichkeit.
  • Rekordpreis für Liebermann : Aus Gurlitts Bestand

    Das erste Werk aus der Sammlung Gurlitt wurde bei Sotheby’s zum Rekordpreis versteigert. Max Liebermanns „Zwei Reiter am Strand“ war vorher an den rechtmäßigen Besitzer restituiert worden.
  • Liebermann aus Gurlitt-Bestand : Ansehen kann ich das Bild ja nicht mehr

    Vor mehr als sieben Jahrzehnten wurde Max Liebermanns Gemälde „Zwei Reiter am Strand“ gestohlen, jetzt aus der Sammlung Gurlitt restituiert. Bei einer Begegnung erzählt der greise Erbe, was er mit dem Bild verbindet – und warum er sich von ihm trennt.
  • Fall Gurlitt : Kunstmuseum Bern ist rechtmäßiger Erbe

    Laut Amtsgericht München steht dem Kunstmuseum Bern die Kunstsammlung des verstorbenen Cornelius Gurlitt zu. Hinfällig wird damit der Einwand einer Cousine Gurlitts, die ihn für testierunfähig erklärt hatte.
  • Gurlitt und die Folgen : Die Kunst hat ein Bleiberecht

    Jutta Limbach, die frühere Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, will, dass sich die Museen die in der NS-Zeit beschlagnahmte Kunst gegenseitig zurückgeben. Für einen solchen Ringtausch aber ist es längst zu spät.
  • Fall Gurlitt : Ohne Wenn und Aber: Bern nimmt das Erbe an

    Ein Jahr lang zog sich der Fall um den „Schwabinger Kunstfund“. Auf diese Pressekonferenz haben alle gewartet: Nun haben Deutschland und die Schweiz eine Regelung gefunden, die Maßstäbe setzen könnte.
  • War Gurlitt noch testierfähig? : Kunst ist kein Atommüll

    Ein neues Gutachten besagt, Cornelius Gurlitt sei zum Zeitpunkt der Testamentaufsetzung nicht mehr zu freien Willensbildung fähig gewesen: Der Streit um die Sammlung Gurlitt eskaliert.
  • Neue Funde : Gurlitt und kein Ende

    Bei der Auflösung der Wohnung des verstorbenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt sind weitere Kunstwerke aufgetaucht - unter anderem Skulpturen von Degas und Rodin.
  • Kunstgeschichte : Die Lehren Gurlitts

    In Bonn diskutieren Kunsthistoriker den Fall Gurlitt. Zur Sprache kommt auch die Qualität der Lehre an den kunsthistorischen Instituten der Bundesrepublik.
  • Gurlitts Nachlass : Die Erben sind nicht fein raus

    Cornelius Gurlitt hat seine Kunstsammlung dem Berner Museum vermacht. Dort scheint man begierig, die Bilder zu nehmen. Doch die Chefin der Taskforce, die prüft, wie viel Raubkunst in Gurlitts Sammlung steckt, hebt den Finger.
  • Wende im Fall Gurlitt : Überraschende Lösung für Schwabinger Kunstfund

    Der Kunstsammler Cornelius Gurlitt hat sich mit der Bundesregierung geeinigt. Erwiesene Raubkunst soll den einstigen Besitzern zurückgegeben werden. Im Gegenzug bekommt er seine Bildersammlung binnen eines Jahres zurück.
  • NS-Raubkunst : Gurlitt gibt den Matisse zurück

    Cornelius Gurlitt will die „Sitzende Frau“ von Henri Matisse an die Eigentümerfamilie zurückgeben. Dieser Schritt rettet sein Ansehen. Unbekannt sind noch die wichtigsten Akten.
  • Arte-Doku über Cornelius Gurlitt : Gut gefragt und nicht geantwortet

    In einer Dokumentation über Cornelius Gurlitt, den Erben der umstrittenen Münchner Bildersammlung, soll es um große Erkenntnisse und die Lösung einiger Rätsel gehen. Der Film verspricht zu viel.
  • Lex Gurlitt : Einig im Streit

    Der Bundesrat berät über die „Lex Gurlitt“ und zeigt, wie zerstritten er trotz eines parteiübergreifenden Konsens’ sein kann. Jetzt holt er die Regierung zu Hilfe.
  • Raubkunst in Frankfurt : Aufwendige Provenienzforschung

    Im Historischen Museum und im Städel-Museum in Frankfurt wird systematisch nach NS-Raubkunst gesucht. Die Arbeit ist sehr kompliziert - und könnte auch in weiteren Häusern nötig werden.
  • Der Fall Gurlitt : Die zwei Reiter am Strand traben in einen deutschen Albtraum

    Ein New Yorker Anwalt entdeckt in der Sammlung Gurlitt ein Bild Max Liebermanns, das seiner Familie gehörte. Jetzt verklagt er die Bundesregierung und Bayern auf sofortige Rückgabe. Die Zeit der Ausreden und des Taktierens ist damit vorbei.