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Ethnologe im Interview : Beuys und die Schamanen

Wiedraufnahme eines schamanischen Rituals: Beuys und Kojote in der Aktion „I like America and America likes me“ aus dem Jahr 1974 Bild: René Block, Archiv Block, Berlin

Sie hätten wirklich alles bei ihm geklaut, sagte Beuys, nachdem er Ende der Siebziger einen Film über Schamanen im Himalaya gesehen hatte. Michael Oppitz, Ethnologe und Regisseur des Films, erinnert sich.

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          Wie oft sind Sie Joseph Beuys begegnet?

          Uwe Ebbinghaus
          Redakteur im Feuilleton.

          Michael Oppitz: Wiederholt und zu verschiedenen Anlässen. 1979 wohnte ich für einige Monate in Köln-Nippes bei Hagen Lieberknecht, Herausgeber eines wegweisenden Buches zu Beuys-Zeichnungen und intimer Berater Sigmar Polkes. Dorthin kam Beuys gelegentlich zum Mittagessen. Bei einem der Treffen schlug Lieberknecht vor, Beuys das Rohmaterial zu meinem Film „Schamanen im Blinden Land“ zu zeigen. Wir verabredeten eine Sondervorführung beim WDR, wo er sich viele Stunden des Rohfilms anschaute. Anschließend unterhielten wir uns intensiv über die schamanische Praxis im Himalaya, die der Film dokumentiert.

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