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„The Shed“ in New York : Wo das große Geld den Schuppen tanzen lässt

  • -Aktualisiert am

Teuer, glänzend und ein bisschen albern: „The Shed“ und „The Vessel“. Bild: Reuters

New York leistet sich ein spektakuläres neues Kulturzentrum, die mobile Riesenhalle „The Shed“: Es zeigt, wie sich in dieser Stadt Kapital und Kultur verschränken – auch zu Lasten der Bewohner.

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          Bei dem Wort „Shed“, zu deutsch Schuppen, kommen einem Hammergeräusche und aus Latten staksende Nägel in den Sinn, aber nicht der Glitzer und Glanz eines Gebäudes wie dieses. Da steht am Hudson River in Manhattan, gleich neben der High Line, der ehemaligen Hochbahntrasse, ein in den unteren Teil eines Wolkenkratzers eingelassener achtstöckiger Quader aus Glas, Stahl und Beton, über dem sich ein ausziehbarer Hangar entfaltet, der auf riesigen Rädern über den Vorplatz rollen kann und diesen dann in ein weiteres, vorgelagertes Gebäude verwandelt.

          Das ist „The Shed“, ein 500 Millionen Dollar teures, von der Stadt New York finanziertes Kulturzentrum. Es bildet nicht nur einen Schlusspunkt für die New Yorker High Line, die dank Begrünung zu einem von Touristen geliebten Panoramaspazierweg geworden ist; der Shed ist auch die kulturelle Herzkammer der Hudson Yards, der teuersten und größten Privatwohnsiedlung der Vereinigten Staaten, einem Edelhochhausgetto für die obersten 0,1 Prozent. Zumindest ist dies die Kritik an dem an der äußersten Westseite Manhattans liegenden Baukomplex.

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