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Pop-up-Galerie : Im Vorübergehen

Zu sehen sind auch Papierarbeiten wie das getuschte Blatt „o. T., undatiert“. Bild: Christiana Protto

Christiana Protto ist eine Sammlerin von Eindrücken und Begegnungen, die sich in ihren Werken wiederfinden. In der Passagier getauften Pop-up-Galerie in Frankfurt ist ihre Ausstellung „What’s going on“ zu sehen.

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          Das Unterwegssein war ihrer Kunst schon immer wesentlich. Ob auf ihren fotografischen Erkundungen in den Parks und Gärten Europas, mit kuratorischen Langzeitprojekten wie „Home Abroad“ oder dem „Wanderatelier“, das sie in den vergangenen 20 Jahren an institutionellen Orten ebenso aufgeschlagen hat wie in Galerien: Christiana Protto, mochte man bisweilen meinen, ist als Künstlerin zunächst vor allem Sammlerin. Von Begegnungen, Eindrücken, zurückgelegten Wegen in vertrautem ebenso wie in zunächst vor allem fremd anmutendem Gelände; von kulturellen Traditionen, von Bildern, Landschaften oder Strukturen, die es in künstlerische Form zu bringen gilt.

          Christoph Schütte

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Insofern scheint „What’s going here“, so der Titel von Prottos aktueller Schau in der Passagier getauften Pop-up-Galerie an der Stegstraße, tatsächlich genau am rechten Ort. Dabei ist die 1962 in England geborene Künstlerin in Frankfurt durchaus präsent mit ihren Werken. Ihre Fotoarbeiten waren ebenso in Ausstellungen zu sehen wie ihre Zeichnungen und Collagen, ihr immer wieder neu und anders sich darstellendes „Wanderatelier“ ebenso wie ihre Installationen im öffentlichen Raum. Erst jetzt aber führt sie die verschiedenen Werkgruppen erstmals zusammen.

          Verblüffender Effekt

          Und schon will es dem Betrachter scheinen, als sehe er Prottos Kunst noch einmal mit anderen Augen. Der Effekt ist durchaus verblüffend. Nicht nur scheinen sich innen und außen, Landschaft und Stillleben, Malerei und Fotografie, Kalligraphie, Literatur und kunstgeschichtliche Verweise in der installativ zu nennenden Präsentation ganz selbstverständlich zu einem Ganzen zu fügen.

          Einzelne, ganz beiläufig im Bild auftauchende Bände wie Susan Sontags „Über Fotografie“ oder Joyce’ „Portrait of the Artist as a Young Man“ lassen wenig Zweifel daran: Näher als in der nur auf Zeit eingerichteten Passagier-Galerie, näher als in diesem selbst Kunst gewordenen Vorübergehen, kann man der Künstlerin Christiana Protto womöglich nicht kommen.

          Die Ausstellung in der Pop-up-Galerie Passagier, Frankfurt, Stegstraße 62, ist bis zum 31. Januar zu sehen und ausschließlich nach individueller Vereinbarung unter der Rufnummer 01 71/7 50 14 89 zu besichtigen.

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          Unsere Autorin: Heike Göbel

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