https://www.faz.net/-gqz-8il5m

Bundestag : Kulturgutschutzgesetz verabschiedet

  • Aktualisiert am

Protest: Im Dresdner Albertinum hängt die Portraitserie des Künstlers Georg Baselitz – noch. Bild: dpa

Lange wurde es debattiert, nun ist es durch: Das Gesetz zum Schutz von Kulturgütern soll die Abwanderung von Kunstwerken ins Ausland verhindern. Künstler und Galeristen haben sich erfolglos dagegen gewehrt.

          1 Min.

          Der Bundestag hat das umstrittene Gesetz zum Schutz
          von Kulturgütern in Deutschland mit klarer Mehrheit verabschiedet. Union und SPD stimmten am Donnerstag im Plenum dafür, die Opposition enthielt sich. Das Gesetz soll die Abwanderung von national wertvollen Kunstwerken ins Ausland verhindern. Zudem sind schärfere Regeln gegen den Import von Raubgut aus Kriegs- und Krisengebieten vorgesehen.

          Bei der abschließenden Lesung des umstrittenen Gesetzes hat Staatsministerin Monika Grütters (CDU) ihre Vorschläge verteidigt. Die Regelung stelle sowohl Museen als auch Eigentümer, Sammler und Leihgeber in vielen Punkten deutlich besser als bisher, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag im Plenum des Bundestags. „Mit dem neuen Kulturgutschutzgesetz erkennt Deutschland – wenn auch mit jahrzehntelanger Verspätung – endlich internationale Unesco- und europäische Standards an, die in fast allen Staaten Europa bereits gelten“, so Grütters.

          Händler und Kunstsammler hatten teils massiv gegen die Pläne Front gemacht. Sie fürchten den bürokratischen Aufwand, einige sprachen sogar von Enteignung. Für Aufsehen sorgte besonders Starkünstler Georg Baselitz, der aus Protest Leihgaben in Museen abhängen ließ.

          Weitere Themen

          Kopieren und Einfügen

          Zum Tod von Larry Tesler : Kopieren und Einfügen

          Seine Entwicklung hat nicht nur die Programme zur Textverarbeitung grundlegend verändert, sondern auch deren Nutzung – und unsere Art zu schreiben: Zum Tod des visionären Informatikers Larry Tesler.

          Topmeldungen

          Matthew McCarthy ist Vorstandschef von Ben & Jerry‘s: Der Eishersteller malt den Kunden in seiner Werbung eine heile Welt aus.

          Eishersteller Ben & Jerrys : Politik an der Eistheke

          Die amerikanische Eismarke Ben & Jerry’s wurde einst von Hippies gegründet – seit jeher haben faire Bezahlung und nachhaltige Produktion Priorität. Heute kämpft der Chef Matthew McCarthy gegen Präsident Donald Trump.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.