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Bode-Museum in Berlin : Einblicke in ein unvergleichliches Haus

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Es ist ein beispielloses Panorama abendländischer Skulptur: Das frisch sanierte Bode-Museum in Berlin, das am kommenden Dienstag eröffnet wird, zeigt seine Schätze nun in einer Großzügigkeit, die ohne Beispiel ist. FAZ.NET-Bildergalerie.

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          Kein zweites Haus der Welt verfügt über derart viel Raum, die Schätze seiner Skulpturensammlung auszubreiten, wie das frisch sanierte Bode-Museum in Berlin. Auf drei Ebenen erwarten den Besucher in 64 feinsinnig hergerichteten Sälen und Kabinetten mehr als 1700 Werke der europäischen Skulptur von der Romanik bis zum preußischen Klassizismus, die von rund hundertfünfzig Werken aus der Gemäldegalerie begleitet und pointiert werden. Hinzu kommen das Münzkabinett, der ehemalige Gobelin-Saal, der jetzt großformatiger Malerei vorbehalten ist, der eigenwillige Tiepolo-Raum sowie vier Räume des Museums für Byzantinische Kunst.

          Es ist ein beispielloses Panorama abendländischer Skulptur, wie es auch im Bode-Museum, das 1904 als Kaiser-Friedrich-Museum eröffnet worden war, so noch nie betrachtet werden konnte. Denn Bode, nach dem das Haus seit 1957 heißt, zeigte in dem wuchtigen Wasserschloß an der Spree Plastiken nur im Erdgeschoß, die Oberlichtsäle des Piano nobile waren der Malerei gewidmet. So können die bedeutendsten Stücke der Kollektion nun in einer Großzügigkeit präsentiert werden, die ohne Beispiel ist. Sparsam beschriftet, dezent inszeniert, haben die Kunstwerke genug Luft um sich herum, um zu strahlen und zur Entfaltung zu kommen. Selbst die aufdringlich technizistischen Einbauten des Wiener Architekten Heinz Tesar, der die im übrigen klug zurückgenommene Herrichtung geleitet hat, treten nun glücklich hinter den Objekten zurück.

          Schwelgen in Fülle und Weite

          Fünf Jahre hat die Sanierung des neobarocken Baus gedauert, den der Geheime Oberhofbaurat Ernst Eberhard von Ihne im Auftrag Wilhelms II. als Symbiose aus preußischem Ruhmestempel und preziösem Museumspalast entworfen hatte. Im Krieg schwer beschädigt, zu DDR-Zeiten arg vernachlässigt, wurde der Bau für gut hundertfünfzig Millionen Euro gesichert, technisch aufgerüstet, behutsam restauriert und bereits im vergangenen Spätherbst noch leer einige Tage dem massenhaft herbeiströmenden Publikum vorgeführt.

          Mehr als ein halbes Jahr hat die Einrichtung und Hängung gedauert, der lange, teils heftige konzeptionelle Debatten über das Verhältnis von Gemälden und Plastiken im Haus vorausgegangen waren. Manche Sorgen, allzu klobige Einbauten und Vitrinen könnten den jetzt erreichten, gleichsam durchsichtigen Charakter der Präsentation zerstören, haben sich gottlob zerstreut. Das Haus schwelgt in Fülle und Weite - und böte tatsächlich sogar noch Raum im Überfluß, sollten dereinst die 1400 Stücke zurückkehren, die seit Kriegsende als Beutekunst vermißt werden.

          Auf vier Seiten bietet das Feuilleton der F.A.Z. vom Samstag, 14. Februar, in Bildern und Texten einen ersten Einblick in das renovierte Bode-Museum.

          Bode-Museum: Der Eröffnungsfahrplan

          Dienstag, 17. Oktober

          Wiedereröffnung mit einem Festakt im Beisein von Bundestagspräsident Norbert Lammert und Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

          Mittwoch, 18. Oktober

          Für die Öffentlichkeit geschlossen.

          Donnerstag, 19. Oktober und Freitag, 20. Oktober

          Tage der offenen Tür mit freiem Eintritt von 10 bis 18 Uhr

          Samstag, 21. Oktober

          Erster regulärer Öffnungstag

          Danach ist das Bode-Museum täglich von 10 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 22 Uhr geöffnet.

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