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Muse der Künstler und Autoren : Geniale Sprüche im Literatencafé

  • -Aktualisiert am

Egon Schiele, „Frauenportrait“, 1910. Bild: Picture-Alliance

Bibiana Amon stand nicht nur für Romanfiguren von Robert Musil und Franz Werfel Modell, sondern auch für den Maler Egon Schiele. Ein Recherche-Zickzack zwischen Fakten und Fiktion.

          9 Min.

          Gestern kam L.A. an die Klinik und wurde aufgenommen. Sie bewohnt ein Zimmer mit einer 2ten Frau zusammen, und scheint sehr unglücklich über Ihre Untreue zu sein. – Es ist wohl für Sie und sie besser so.“ Das erfährt Egon Schiele aus einem mit „Graff“ unterzeichneten Schreiben vom 18. Mai 1910, das den Briefkopf „K. k. Universitäts-Frauenklinik (Vorstand: Prof. A. v. Rosthorn)“ trägt.

          Das Rätsel, wer sich hinter den Initialen „L.A.“ verbirgt, ist nun gelöst. Es ist nicht, wie in der Schiele-Literatur bisweilen gemutmaßt, Alma Lorber, eine Figur aus Siegfried Freibergs Egon-Schiele-Roman „Ihr werdet sehen...“ (1967), sondern Liliana Amon, ein bis dato nicht bekanntes Modell des Künstlers.

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