https://www.faz.net/-gqz-9n9le

Auftritt bei Biennale : Rätsel um angebliches Banksy-Kunstwerk in Venedig

  • Aktualisiert am

Auch im Umfeld der Kunstbiennale in Venedig soll Banksy mitgemischt haben. Bild: Reuters

Hat sich der Streetart-Künslter Banksy heimlich zur Biennale von Venedig geschlichen – und niemand hat es gemerkt? In einem Video macht der Brite nun mehrere Andeutungen.

          1 Min.

          Hat sich einer der berühmtesten zeitgenössischen Künstler heimlich zur Biennale von Venedig geschlichen – und niemand hat es gemerkt? Der britische Streetart-Künstler Banksy hat nach Darstellung auf seinem Instagram-Account in der italienischen Stadt während der Eröffnung der Kunstschau in der Nähe vom Markusplatz einen Straßenstand aufgebaut. Darauf sind mehrere Gemälde zu sehen, die sich zu einem großen Kreuzfahrtschiff zusammenfügen. Daneben steht ein Schild mit dem Titel „Venice in Oil“ - eine Referenz an die Verschmutzung durch Kreuzfahrtkolosse, mit der Venedig zu kämpfen hat.

          Auf seinem verifizierten Instagram-Account erklärte Banksy: „Obwohl es die größte und renommierteste Kunstveranstaltung der Welt ist, bin ich aus irgendeinem Grund nie eingeladen worden.“ Um den Streetart-Künstler hat sich ein riesiger Hype entwickelt, weil er seine Identität seit Jahren geheim hält. Immer wieder tauchen Werke auf, die ihm zugeordnet werden. Erst vor wenigen Tagen rätselte man in Venedig, ob ein Wandgemälde an einem Kanal, das ein Kind mit einer Rettungsweste darstellt, von Banksy stammen könnte.

          In dem Video auf der Banksy-Seite sind nicht nur Passanten zu sehen, die den Straßenstand als das schönste Werk der Biennale loben, sondern auch Polizisten, die den mutmaßlichen Straßenverkäufer auffordern, den Platz zu verlassen.

          Banksy hatte vergangenen Herbst weltweit Schlagzeilen gemacht, weil sein Werk „Girl with Balloon“ während einer Kunstauktion vor aller Augen zur Hälfte geschreddert worden war. Es war kurz vor der Aktion für umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro versteigert worden.

          Weitere Themen

          Verhüllungskünstler Christo ist tot

          Mit 84 Jahren gestorben : Verhüllungskünstler Christo ist tot

          In Deutschland hat Christo die Verhüllung des Reichstags vor 25 Jahren ewigen Ruhm gebracht. Weltweit faszinierte die Schönheit seiner in abstrakte Objekte verwandelten Gebäude und Landschaften Millionen. Nun ist er gestorben.

          „Ein ziemlich tödliches Problem“

          Amazonasforscherin im Gespräch : „Ein ziemlich tödliches Problem“

          Vor einem Monat warnten Prominente auf der ganzen Welt vor einem Genozid an den indigenen Amazonasbewohnern. Wie hat sich die Situation entwickelt? Und welche Schritte sind jetzt nötig? Wir haben die Forscherin Sofia Mendonça gefragt.

          Topmeldungen

          Nach Tod von George Floyd : Die Wut wächst

          Tausende Menschen sind in London, Berlin und Kopenhagen wegen des gewaltsamen Tods des Afroamerikaners George Floyd auf die Straße gegangen. In Amerika eskaliert die Lage weiter. Donald Trump macht die Antifa verantwortlich – und will sie als Terrororganisation einstufen lassen.

          Öffnung der Gastronomie : Als das Krisengefühl verschwand

          Früher galten die Deutschen als Stubenhocker. Doch in der Krise zeigt sich, was sonst nicht ins Bewusstsein dringt: Die Gastronomie ist systemrelevant. Seit wann ist das eigentlich so? Über die erstaunliche Bedeutung einer Leitbranche.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.