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Kunst : Vernissagen im März

  • Aktualisiert am

Nike-Statue, von Adler umkreist - zu sehen im Martin-Gropius-Bau in Berlin Bild: dpa

Kunst-Ereignisse im März: Griechische Klassik im Martin-Gropius-Bau, in den Deichtorhallen "Art & Economy" - und über allen die Tefaf in Maastricht.

          Der März beginnt mit einer gewichtigen Ausstellung über die griechische Klassik im Berliner Gropius Bau, aber auch viele zeitgenössische Ausstellungen werden gezeigt.

          Berlin, 01.03., Martin-Gropius-Bau
          "Die griechische Klassik - Idee oder Wirklichkeit"
          Die Schau zeigt über 700 Objekte aus 110 Museen aus dem 5. und 4. Jahrhundert vor Christus und Zeugnisse aus den europäischen Epochen. Bis 02.06.02.

          Hamburg, 01.03., Deichtorhallen
          "Art & Economy"
          Die Schau will einen Eindruck von Entwicklung und aktuellen Tendenzen im Verhältnis von zeitgenössischer Kunst und dem ökonomischen Sektor vermitteln. 50 Werke von 36 internationalen Künstlern beschäftigen sich mit der Bedeutung und der Rolle der Kunst in Unternehmen. Auf der einen Seite geht es darum, wie zeitgenössische Künstler ökonomische Prozesse und die Arbeitswelt thematisieren, andererseits geht es um die Frage, auf welche Weise sich die Wirtschaft mit zeitgenössischer Kunst der vergangenen drei Jahrzehnte auseinander setzt. Dabei sind auch Andreas Gursky, Martin Le Chavallier und Santiago Sierra. Bis 23.06.02.

          Kantine der Dresdner Bank, gestaltet von Tobias Rehberger

          www.deichtorhallen.de

          Freiburg, 01.03., Kunstverein
          Dirk Skreber
          Die Bilder von Dirk Skreber, Jahrgang 1961, spiegeln unterschiedliche Wirklichkeitserfahrungen wieder und berufen sich doch immer auf das Wesen der Malerei. Er "übersetzt" Zeitungsbilder von Katastrophen wie eine Überschwemmung oder zwei frontal aufeinander zurasende Lokomotiven in Malerei. In Freiburg sind seine neuesten Arbeiten zu sehen und die der vergangenen vier Jahre. Bis 14.04.02.

          www.kunstvereinfreiburg.de

          Brüssel, 01.03., Palais des Beaux-Arts
          James Welling "Abstract"
          "Mystery Photographs" nennt James Welling seine jüngste Serie. Sie besteht aus Bildern, die ohne eine Kamera direkt mit dem Computer produziert wurden. Seit den 80er Jahren hat der Künstler mit den verschwommenen Fotografien von Objekten des Alltags Erfolg. Das Interesse Wellings ist es, neue technische Verfahren auszuprobieren. Noch mehr interessiert ihn jedoch die malerische Qualität der Bilder. Bis 26.05.02.

          Maastricht, 08.03., Exhibition and Congress Centre
          Tefaf
          199 Händler aus 13 Ländern zeigen auf der renommierten Kunstmesse "The European Fine Art Fair" Kunst und Antiquitäten. Neben Meisterwerken von Rembrandt, Rubens und Cranach, Van Gogh und Picasso werden auch Skulpturen von Rodin und Bugatti gezeigt. Darüber hinaus gibt es sumerische Artefakte, griechische Vasen, chinesisches Porzellan, englische und französische Möbel des 18. Jahrhunderts und eine Auswahl an Werken der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst.

          www.tefaf.com

          Kraichtal-Unteröwisheim, 17.03. Ursula Blickle Stiftung
          "Dark Spring"
          Der Titel „Dark Spring“ lehnt sich an die Namen militärischer Operationen an, die Kriegshandlungen unter ein allegorisches Motiv stellen. 15 Künstler - darunter Slater Bradley, Carsten Fock und Stephanie Taylor - zeigen aktuelle Kunst, die politisiert. Der britische Künstler Liam Gillick hat das Szenario für die Ausstellung entworfen. Bis 28.04.02.

          www.ursula-blickle-stiftung.de

          Frankfurt, 14.03., Museum für angewandte Kunst
          "Ingo Maurer - Mehr Licht!"
          Die Ausstellung kombiniert serielle Leuchten des Lichtdesigners Ingo Maurer mit speziell für die Räume des Museums konzipierten Licht-Installationen. Maurer gründete 1966 ein Unternehmen und machte sich mit Entwürfen wie dem Niedervoltsystem "Ya Ya Ho" und japanisch inspirierten Papierleuchten einen Namen. 1999 richtet ihm das Museum of Modern Art in New York eine Einzelausstellung ein. Bis 26.05.02.

          www.mak.frankfurt.de

          Basel, 20.03., Museum Jean Tinguely
          Marcel Duchamp
          Die Ausstellung zeigt vor allem die Werke Duchamps, die die Arbeit von Jean Tinguely beeinflusst haben: Mechanisches, Bewegtes und Optisches, Spiel und Humor, die "Ready-mades", in denen Duchamp einen alltäglichen Gegenstand wie ein Fahrrad zum Kunstwerk erklärt, und die Verwendung des Zufalls als künstlerisches Medium in seinen "3 Stoppages Etalons". Bis 30.06.02.

          www.tinguely.ch

          Bonn, 22.03., Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
          "Welten, Menschen, Augenblicke - Die großen Fotografinnen von National Geographic"
          Die Ausstellung zeigt mehr als 80 Fotografien von 30 überwiegend amerikanischen Fotografinnen. Entstanden ist ein Kaleidoskop der Bildwelten von National Geographic, das von den historischen Anfängen des Fotojournalismus bis zu den faszinierenden Reportagen unserer Tage reicht. Es zeigt, dass die Frauen, die diese Bilder einfingen, genauso Forscherinnen wie Fotografinnen sind. Bis 16.06.02.

          www.kah-bonn.de

          Oldenburg, 22.03., Horst Janssen Museum
          "Janssen und die Frauen"
          Seine Frauen waren seine Musen, die Quellen seiner künstlerischen Inspiration. Die Ausstellung zeigt Porträts der Frauen Horst Janssens und beleuchtet den weiblichen Anteil an den Werkphasen. Bis 22.08.02.

          www.horst-janssen-museum.de

          Wien, 29.03., Kunsthalle Wien
          "Kapital & Karma"
          Die Schau zeigt aktuelle indische Kunst und deren Vernetzung mit modernen, internationalen Tendenzen. Malerei, Fotografie, Video, Installation und digitale Kunst kombinieren nationale Themen mit lokalen und globalen. Bis 09.06.02

          www.kunsthallewien.at

          Otterlo, 30.03., Kröller-Müller Museum
          "Hommes de valeur - Henri Fantin-Latour, Odilon Redon und Zeitgenossen"
          Die Schau zeigt Bilder mit fiktiven wie auch realistischen Motiven. Henri Fantin-Latour lebte zwar als Maler in der Zeit der Impressionisten, seine Bilder jedoch weisen nicht viele Gemeinsamkeiten mit den Merkmalen dieser Kunstrichtung auf. Er malte viele Stillleben und Blumenbilder, nie nach Motiven aus der freien Landschaft. Odilon Redon gilt als herausragender Maler des Symbolismus. Seine Motive sind unwirklich, er malte merkwürdige Gebilde aus der Welt der Insekten, Pflanzen und Menschen. Bis 26.05.02.

          www.kmm.nl

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