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Kunst : Vernissagen im Dezember

  • -Aktualisiert am

Ein persischer Prinz aus der Sammlung Oppenheim Bild: Rheinisches Bildarchiv

Die Weihnachtsausstellungen stehen im Licht orientalischen Reichtums und christlicher Überlieferungen.

          Zwischen Weihnachtsmännern, Weihnachtsmärkten, Weihnachtssternschnuppen und einem wurzellosen Wald aus Weihnachtsbäumen sind über Weihnachten folgende Ausstellungen zu sehen:

          Frankfurt a.M., Städel
          "Gold, Weihrauch und Myrrhe"
          Der Untertitel dieser Weihnachtsausstellung im Städelschen Kunstinstitut lautet: "Die von Grootsche Anbetung der Heiligen Drei Könige - ein wiederentdecktes Meisterwerk der Renaissance in Antwerpen." Auch in der Kunstgeschichte gibt es ausgeprägte Moden. So hat keine Zeit so viele Weihnachtsbilder hervorgebracht wie das 16. Jahrhundert. Die "Anbetung der Könige" war in der europäischen Wirtschaftsmetropole Antwerpen ein Verkaufsrenner. Hier entstanden Bilder, wie jenes, das in der Sammlung von Groote wiederentdeckt wurde und nun zum ersten Mal öffentlich ausgestellt ist. In Antwerpen malten Künstler auf Vorrat und nach eigenem Auftrag. Sie luden das reich gewordene Bürgertum zum Investment in andächtige Kunst ein. Das war vor 400 Jahren in Europa höchst ungewöhnlich. Bis 17.02.02.

          http://www.staedelmuseum.de

          Ludwigshafen, Kunstverein
          "Utopien heute? Kunst zwischen Vision und Alltag"
          Der Kunstverein Ludwigshafen ist momentan auf Wanderschaft. Seine angestammten Räumlichkeiten werden renoviert. Dennoch geht das Ausstellungprogramm weiter. Die Kunst rückt in den öffentlichen Raum und ist außerdem vorübergehend in einem "besetzten" Ladengeschäft in der Innenstadt von Ludwigshafen zu sehen. Eine Reihe von Künstlern, darunter Jozef Legrand, Karsten Konrad und Sam Flowers untersuchen in dieser Kunstdemonstration den Begriff des Utopischen heute. Bis 24.02.02.

          www.kunstvereine.de

          Leipzig, Museum der Bildenden Künste
          "Die Weihnachtsgeschichte und ihre Bilder"
          Zu allen Zeiten haben Künstler die Erzählungen und Legenden der Weihnachtsgeschichte gern zum Wohlgefallen von Kirche und Adel ausgebreitet. Aus reichen eigenen Beständen zeigt das Leipziger Museum Bilder zum Thema Weihnachten vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Bis 03.02.02.

          www.leipzig.de/amtsdaten/alle/amt.nsf/pages/willk.htm

          Köln, Rautenstrauch-Joest-Museum
          "Faszination Orient, Max von Oppenheim, Forscher, Sammler, Diplomat"
          Max von Oppenheim war von 1896 bis 1909 als deutscher Diplomat am kaiserlichen Konsulat in Kairo beschäftigt. Er sprach fließend Arabisch und forschte nebenbei als Archäologe. Wie aus Zufall stieß Oppenheim in Syrien auf den Siedlungshügel Tell Halaf, den er in privaten Kampagnen erschloss, um eine bis dahin unbekannte Kultur zu Tage zu fördern. Viele Ausgrabungsstücke landeten später in einem eigens eingerichteten Museum in Berlin. Das Herzstück von Oppenheims islamischer Sammlung befindet sich nun seit 1990 in Köln. In der Ausstellung sind jetzt unter anderem Porzellane aus Meißen, China und Wien, die speziell für den islamischen Markt entworfen worden waren zu sehen. Bis 29.12.

          www.museenkoeln.de/Rjm

          Wien, Kunsthalle
          Robert Adrian X
          In 24 Mini-Skulpturen aus Knetgummi zeigt sich der Künstler Robert Adrian als Tellerwäscher, Möbeltransporteur, Aktmodell und Statist. Er geht damit die Stationen seines eigenen beruflichen Nebenerwerbs ab und konterkariert den immer noch verbreiteten Mythos vom Künstlergenie. Bis10.02.02.

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