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Warhol-Verkauf in NRW : Kraft erklärt Politik für machtlos

  • Aktualisiert am

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sieht keine Möglichkeit, den Verkauf von zwei Warhols aus staatlichem Besitz aufzuhalten. Kulturministerin Grütters warnt vor einem fatalen Tabubruch.

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          Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sieht keine Möglichkeit, die Versteigerung von zwei Werken von Andy Warhol aus dem Besitz der Westdeutschen Spielbanken zu verhindern. Die Werke „Triple Elvis“ und „Four Marlons“ seien kein nationales Kulturgut gemäß dem Kulturschutzgesetz, schrieb Kraft in ihrem Antwortbrief auf ein Protestschreiben der Direktoren aller großen NRW-Kunstmuseen. Daher komme die von den Direktoren geforderte Übertragung der Werke an Museen in NRW nicht in Betracht.

          Gut drei Wochen vor der geplanten Versteigerung hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) erneut vor dem Verkauf der Kunstwerke gewarnt. „Die Versteigerung der beiden Warhol-Gemälde aus öffentlichem Besitz wäre ein Tabubruch mit fatalen Folgen. Das könnte Schleusen öffnen“, sagte Grütters.

          Die beiden Werke „Triple Elvis“ und „Four Marlons“ waren in den siebziger Jahren für die Spielbank Aachen gekauft worden. Seit vielen Jahren liegen sie aber im Depot. Sie sollen am 12. November bei Christie’s in New York versteigert werden. Die Casino-Gesellschaft Westspiel erhofft sich Einnahmen von 100 Millionen Euro.

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