https://www.faz.net/-gqz-whya

Wallraf-Richartz-Museum Köln : Teures Monet-Gemälde entpuppt sich als Fälschung

  • Aktualisiert am

Im Kölner Walraff-Richartz-Museum wurde ein Monet-Gemälde unter die Lupe genommen, das schon seit über fünfzig Jahren dem Museum gehört. Es stellte sich als Fälschung heraus. Im Haus sieht man das Ganze „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“.

          1 Min.

          Ein millionenschweres Monet-Gemälde im Kölner Wallraf-Richartz-Museum hat sich als Fälschung entpuppt. Restauratorinnen hätten den Schwindel während der Vorbereitung einer Ausstellung entdeckt, sagte Museums-Sprecher Stefan Swertz am Donnerstag. Er bestätigte einen Bericht des ARD-Kulturmagazins „Titel, Thesen, Temperamente“, wonach es sich bei der Entdeckung um die bisher einzig bekannte zeitgenössische Monet-Fälschung handelt.

          Für die Kölner Ausstellung „Wie das Licht auf die Leinwand kam“ wurde neben anderen impressionistischen Werken auch das Monet-Gemälde „Am Seineufer bei Port Villez“ mit modernsten wissenschaftlichen Methoden untersucht. Dabei habe sich das Bild, das bereits seit 1954 im Besitz des Kölner Museums ist, als Fälschung herausgestellt. „Wir sehen das Ganze mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, erklärte Swertz. Immerhin sei es den hausinternen Wissenschaftlern gelungen, einen schon länger gehegten Verdacht zu erhärten und einen Schwindel aufzudecken.

          Das gefälschte Monet-Bild soll trotz der jüngsten Erkenntnisse weiterhin im Museum zu sehen sein. „Wir werden es als Lehrstück nutzen, um zu zeigen, woran man Kunstfälschungen erkennt“, sagte der Sprecher.

          Weitere Themen

          Hören, Sinnen, Grasbaden

          Hindsgavl Festival : Hören, Sinnen, Grasbaden

          Auf dem dänischen Schloss Hindsgavl wird in abgeschiedener Idylle Musik zur Lebensform. In diesem Jahr beeindruckten besonders der Pianist Gustav Piekut und der Bariton Christian Gerhaher.

          Topmeldungen

          Am 17. Juli in Erftstadt: Armin Laschet ist lachend zu sehen, während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Pressestatement gibt.

          Laschet und die Flut : Das Lachen des Landesvaters

          Als das Wasser kam, wollte der Kanzlerkandidat der Union helfen, zuhören – und vielleicht auch Wahlkampf treiben. Dann wuchs der Druck und alles kam anders.
          Liebe Bürger*innen: Das Wahlprogramm der Grünen benutzt konsequent Genderformen mit Genderstern.

          Gendern im Wahlprogramm : Zwangsbeglückung der Sprachgemeinschaft

          Aus den Bürgern werden die Bürger*innen: Das Wahlprogramm der Grünen benutzt konsequent Genderformen mit Genderstern – dabei lehnt die Mehrheit der Deutschen das „Gendern“ ab. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.