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Bald mehr Zeit für die zweite Leidenschaft Theater: Martin Sonnabend, Sammlungsleiter der Graphik bis 1750, im Studiensaal des Städel Museums.

Graphische Schau „Vor Dürer“ : Mit einem Gruß an Johann Städel

35 Jahre hat Martin Sonnabend am Städel gearbeitet. Seine Führungen und Erklärungen lieben Kollegen wie Besucher gleichermaßen. Nun hinterlässt er eine letzte große graphische Ausstellung – und geht in den Ruhestand.
Die alten Hofheimer nannten das spitzgiebelige Haus die „Scheuer“. Der Frankfurter Architekt Hermann Kopf entwarf es als einfaches Landhaus, doch es sollte zum Hauptwohnsitz der Malerin und ihrer Freundin werden.

Ottilie Roederstein in Hofheim : Eine überaus glückliche Umgebung

In Hofheim hat sich die Malerin Ottilie Roederstein einst ein Haus bauen lassen, das Künstler und Gelehrte anzog. Dass es heute wieder so gut aussieht wie einst, liegt auch an seinem Besitzer.

Bild von Frida Kahlo zerstört? : Brandstifter

Ein amerikanischer Unternehmer hat nach eigenen Angaben ein Werk Frida Kahlos verbrannt, um es in NFTs zu Geld zu machen. Mexikos Kulturministerium prüft, ob es sich um einen Straftatbestand handelt. Die Strafe wäre verdient.

David Salle und Janet Malcolm : Nr. 42

Der Maler David Salle war ein Star der Postmoderne. Heute ist er hauptsächlich deshalb noch bekannt, weil Janet Malcolm ihn 1994 im „New Yorker“ unter der Überschrift „41 Fehlstarts“ porträtierte. Jetzt wird er 70 Jahre alt. Wie hat er diesen Ruhm überlebt?

Versuch von Linkedin : Experiment mit 20 Millionen Nutzern

Finden Leute leichter über engere oder eher über lockere Kontakte einen neuen Job? Die Frage selbst ist fünfzig Jahre alt – das Ausmaß, mit dem sich Linkedin an eine Antwort gemacht hat, ist erstaunlich.

Precht und Welzer : Die totgeschwiegenen Promis

Der Auftritt von Richard David Precht und Harald Welzer wirkt wie ein Experiment, das testen soll, wie empfänglich die von ihnen so genannten Qualitätsmedien für Empörung sind.

Französische Straßennamen : Rue du cliché

Da kräht der gallische Hahn: Wenn es um die Benennung von Straßen geht, gedenkt die Grande Nation zwar gerne ihrer Nationalhelden, zeigt aber auch eine überraschende Liebe zu Federvieh.

Ende der Documenta : Hundert Tage, vorbei

Noch nie haben so viele Beteiligte einer Documenta die Ausstellung mit dem Gefühl verlassen, hintergangen, missverstanden und beschädigt worden zu sein. Was bleibt?

QAnon und die „Simpsons“ : Das Ende naht – heute

Friedrich Merz verspricht sich, und schon steht der Weltuntergang vor der Tür. Das zumindest glaubt man in der QAnon-Szene und beruft sich dabei unter anderem auf „Die Simpsons“.

Der Weg in den Faschismus : Origineller Gefechtsstand

Emilio Lussu war Staatsfeind unter Mussolini. Er hat aufgeschrieben, wie sich der Marsch auf Rom zutrug. Zur Wahl in Italien am Sonntag wäre eine Relektüre von Lussu dringend zu empfehlen.

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  • Musik verleiht Flügel: Esther Ferrers „Piano con alas“ von 1986

    Fluxus-Ausstellung : Konzertflügel zu Skulpturen

    Mit der Zertrümmerung eines Flügels im Museum Wiesbaden soll 1962 die Geburtsstunde des Fluxus geschlagen haben. Ein Rundgang durch die Jubiläumsausstellung im Nassauischen Kunstverein stimmt nostalgisch.
  • Neuer Documenta-Skandal : Sind sie blind – oder böse?

    Vor lauter Hakennasen und Davidsternen kann die Documenta keinen Antisemitismus erkennen in antisemitischen Bildern. Leitung und Öffentlichkeitsabteilung sind überfordert, verwirrt und inkompetent.
  • Auf Hydra : Die Sonne war Zeuge

    Einmal im Jahr bricht die Kunstwelt über die ruhige griechische Insel Hydra herein. Dieses Mal für den Ausnahmezustand verantwortlich: Maximalist Jeff Koons.
  • Eine Ikone der Plakatkunst: Mit James Montgomery Flaggs „Uncle Sam“  warben die amerikanischen Streitkräfte im Jahr 1917 um Kriegsfreiwillige.

    Das wilde Kleben : Eine kleine Geschichte des Plakats

    Massenprodukt, Propagandainstrument, Kunstform: Das Folkwang Museum in Essen erzählt die Geschichte des Plakats – und zeigt, wie ein widerspenstiges Medium domestiziert wurde.
  • Künstlerin Margit Jäschke : Ist das Schmuck oder schon Kunst?

    Margit Jäschke lässt sich für ihre großartigen Schmuckstücke und Kunstobjekte von den unterschiedlichsten Dingen anregen. Das Grassimuseum in Leipzig zeigt ihre Arbeiten.
  • Canaletto Junior in Elbflorenz : Dresdner Fotoalbum des Rokokos

    Wie der Neffe des venezianischen Canaletto in Sachsen die Kunst revolutionierte und was sich De Chirico später genau ansah: Dresden zeigt die ganze Kunstfertigkeit „seines“ Bernardo Bellotto.
  • Das Problem mit Glücksversprechen: Wenke Seemanns Werk „Groß Klein“ aus dem Jahr 1983

    Plattenbau in Rostock : Wie war das Leben in der Platte?

    Vergegenwärtigtes Archiv: Wenke Seemann blickt in der Kunsthalle Rostock auf die Geschichte der Plattenbausiedlungen und bearbeitet dafür Fotografien ihres Vaters. Sie zeugen von Aufbruchsgeist und dem Untergang der DDR.
  • Frauenbewegung : Frauenfreiheit in der wilden Kunstszene

    Das Münchner Literaturarchiv Monacensia beschäftigt sich mit drei Frauen aus der Schwabinger Boheme. Über deren Kampfeswillen kann man nur staunen. Ihre Existenzen forderten auch körperlichen Tribut.
  • Wohnen in einem Kunstwerk: Das Umbrella House verweigert sich dem Zwang des Funktionalismus.

    Architektur in Japan : Vor Tokios Abrisswut nach Weil am Rhein gerettet

    Das Umbrella House des japanischen Architekten Kazuo Shinohara beantwortete schon 1961 Fragen, die sich heute dringlich stellen. Jetzt ist es von Tokio nach Weil am Rhein verpflanzt worden. Das Haus galt als Kritik am japanischen Metabolismus.
  • Argwöhnischer Blick ins Ungewisse: „Man in a Boat“ (2002) von Ron Mueck

    Triennale in Mailand : Poesie des Rätsels

    Die Internationale Triennale für Design und Architektur in Mailand erforscht das Unbekannte und preist die Wissenschaft. Das Thema ist wie für heute gemacht.
  • Und schönen Gruß an Oscar Niemeyer: Karl Schwanzers BMW-Hochhaus mit der Schale des Museums am Mittleren Ring in München. Die Idee für den Bau des Museums stammt vom Architekten, der es als optisches Gegengewicht zum Turm konzipiert hatte. Es war in der Ausschreibung zum Wettbewerb nicht vorgesehen.

    50 Jahre BMW-Hochhaus : Aus Zutrauen in die Zukunft

    BMW feiert die Fertigstellung seines Hochhauses vor fünfzig Jahren. Der Entwurf des Architekten Karl Schwanzer hat nichts von seiner Kraft verloren, doch der Mut des Bauherrn hat zu wenige Nachahmer gefunden.