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Neil MacGregor im Gespräch : Konsens ist in Deutschland erste Bürgerpflicht

Neil MacGregor: „Eine große Kulturinstitution mit historischen Beständen zu leiten heißt automatisch, im Zentrum der Debatte zu stehen.“ Bild: dpa

Neil MacGregor ist Gründungsintendant des Humboldtforums. Er verrät, was er über deutsche Kulturpolitik gelernt hat – und was der Chef des Projekts können muss.

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          Herr MacGregor, bis zur Eröffnung des Humboldtforums sind es noch gut eineinhalb Jahre. Inzwischen ist klar, dass das Land Berlin mit seiner Dauerausstellung im ersten Stock einen Sonderweg geht. Die Staatlichen Museen tun sich schwer damit, Änderungen an ihren Ausstellungsplänen in den Obergeschossen zu akzeptieren. Ist das Projekt an einem toten Punkt angelangt?

          Andreas Kilb
          Feuilletonkorrespondent in Berlin.

          Neil MacGregor: Nein. So wie ich die Geschichte des Humboldtforums lese, hat es mit einer Serie eher unverbundener politischer Entscheidungen begonnen. Erst wurde beschlossen, den Baukörper des Hohenzollernschlosses mit seinen drei Barockfassaden zu rekonstruieren. Dann folgte der Gestaltungswettbewerb, und zuletzt hat Monika Grütters den klugen Entschluss gefasst, dem Ganzen eine Struktur zu geben. An diesem Punkt konnte man noch keinen Intendanten benennen, weil es keine Leitungsstruktur gab.

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