https://www.faz.net/-gqz-7mk3g

Münchner Kunstfund : Gurlitts Anwälte legen Beschwerde gegen Beschlagnahmung ein

  • Aktualisiert am

Die Anwälte von Cornelius Gurlitt haben beim Amtsgericht Augsburg Beschwerde gegen die Beschlagnahmung seiner Kunstsammlung eingelegt. Das Gericht hat am Mittwoch den Eingang bestätigt.

          1 Min.

          Die Staatsanwaltschaft Augsburg, die den Beschluss beantragte, wollte sich gegenüber FAZ.NET nicht zu der Beschwerde äußern. Man werde gegenüber dem Gericht zu dem 45-seitigen Antrag Stellung nehmen, so ein Sprecher. 

          Gurlitts Anwälte beantragen, den Beschluss zur Beschlagnahmung der Bilder aufzuheben. „Die Beschlagnahmeanordnung war mit dem Verdacht der Einfuhrumsatzsteuerhinterziehung begründet worden, der aus Sicht der Verteidigung nicht gerechtfertigt ist“, heißt es in einer Mitteilung.

          Das Gericht hatte am 23. September 2011 einen Durchsuchungs- und Beschlagnahmebeschluss bewilligt. Daraufhin wurde die Münchner Wohnung des heute 81 Jahre alten Kunstsammlers durchsucht. Seine umfangreiche Bildersammlung wurde beschlagnahmt. Für einen Teil der Werke besteht der Verdacht, dass sie Nazi-Raubkunst sein könnten.

          Die Beschlagnahmung sei nicht gerechtfertigt, begründen Gurlitts Anwälte jetzt ihren Schritt. „Wir haben vor dem Hintergrund des immensen öffentlichen Interesses und der politischen Debatten eine begründete Sorge um die Rechtsstaatlichkeit dieses Verfahrens“, sagte Strafverteidiger Derek Setz.

          Weitere Themen

          Drei deutsche Kurstädte ausgezeichnet Video-Seite öffnen

          Unesco-Welterbe : Drei deutsche Kurstädte ausgezeichnet

          Die deutschen Kurstädte Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen sind in die Liste des Unesco-Welterbes aufgenommen worden – neben Kurstädten in weiteren Ländern Europas. Auch die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt schaffte es neu auf die Liste.

          Das Geheimnis des Giftopfers

          Dokumentar-Oper in Stuttgart : Das Geheimnis des Giftopfers

          Sergej Newski hat eine Dokumentar-Oper über Selbstzeugnisse Homosexueller in der frühen Sowjetunion geschrieben, auf der Grundlage von sensationellen Briefen an den Psychiater Wladimir Bechterew. Jetzt wurde das Stück in Stuttgart uraufgeführt.

          Topmeldungen

          Einsatz in Kirli: Feuerwehrleute versuchen ein Feuer in der türkischen Provinz Antalya unter Kontrolle zu bringen.

          Brände in Türkei und Italien : Heftige Feuer im Mittelmeerraum

          In der Türkei und in Italien brennen die Wälder. Schuld sind womöglich Brandstifter. Eine seit Anfang der Woche andauernde Hitzewelle in Griechenland geht indes auf ihren Höhepunkt zu – mit Temperaturen von bis zu 45 Grad.
          Markus Söder im Landtag, im Vordergrund Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Rednerpult

          Testpflicht und Impfregime : Söders Sorgen

          Die Testpflicht ist das Eingeständnis von Bund und Ländern, dass ihre Strategie nicht aufgegangen ist. Die Impfmüdigkeit ist zu groß. Der Grund: Eigensinn und Politiker wie Hubert Aiwanger.

          Aufruhr im Schwimmen : Zurück im Doping-Sumpf

          Ryan Murphy wird von Jewgeni Rylow geschlagen. Der Amerikaner spricht im Anschluss von einem Rennen, das „wahrscheinlich nicht sauber“ war – und wird vom Olympischen Komitee Russlands als Verlierer verhöhnt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.