https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/memorial-acte-guadeloupe-zur-geschichte-des-sklavenhandels-17796434.html

Museum in Guadelupe : Ein Vorbild fürs Humboldtforum?

  • -Aktualisiert am

Das Mémorial ACTe in Guadeloupe Bild: Guilleaume Aricque

Ein sehr gegenwärtiges Museum zur Geschichte des Sklavenhandels findet man in der Karibik. In Deutschland könnte man sich ein Beispiel daran nehmen.

          5 Min.

          Es gibt im Februar sicherlich viele gute Gründe, in die Karibik zu fahren. Dass einer davon ein Museum sein könnte, fällt einem nicht als Erstes ein. Eher denkt man an Sonne, Salzwasser und Drinks mit aufwendigen Schirmchen. Spätestens, wenn man im Mémorial ACTe Museum in Guadeloupe war, beginnt man aber, das eigene Bild der Karibik grundsätzlich zu überdenken.

          Am Hafen der Hauptstadt hebt sich hinter halb zerfallenen und wild überwucherten Häusern eine metallene Struktur ab. An jenem Ort, an dem früher versklavte Menschen in einer Zuckerrohrfabrik arbeiten mussten, steht heute das Museum für Sklavereigeschichte der Karibik. Ein schwarzer Kasten, in dem die Ausstellung untergebracht ist, wird umrankt von einer Stahlkonstruktion, die an einen Feigenbaum erinnern soll. Man kann sie als Wurzelgeflecht lesen, das durch das gewaltsame Entreißen der Menschen aus ihrer Heimat geschwächt, neu geformt und anders wieder verbunden werden musste.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Verena Hubertz, 34, ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag.

          Verena Hubertz : Plötzlich mächtig

          Gerade hat Verena Hubertz ein Start-up gegründet. Nun ist sie die wichtigste Wirtschaftspolitikerin der Kanzlerpartei. Eine Karriere mit Giga-Geschwindigkeit.
          Überklebtes Straßenschild an der Thomas-Mann-Straße in Prenzlauer Berg (Archivaufnahme)

          Kampf um die Sprache : Gendern diskriminiert

          Woher rührt das Unbehagen, wenn es um das Gendern geht? Viele Frauen (und auch viele Männer) ahnen, dass es nur eine neue Art der Diskriminierung ist.