https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kunst-und-architektur/kunstakademie-in-jerusalem-freier-blick-in-die-konfliktzone-18512194.html

Kunstakademie in Jerusalem : Freier Blick in die Konfliktzone

  • -Aktualisiert am

Blickdurchlässig in alle Richtungen: die russisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskathedrale, gesehen aus dem neuen Akademiebau Bild: Sanaa

Das japanische Architekturbüro Sanaa hat die neue Kunstakademie in Jerusalem entworfen. Ihre Gestaltung als vielschichtiger gläserner Pavillon ist die gebaute Hoffnung, die Konflikte in der Stadt aushalten zu können.

          4 Min.

          Erst aus der Ferne betrachtet, lässt sich der Eindruck von Weite und Offenheit verstehen, den das japanische Architekturbüro Sanaa erreichen möchte: Der neue Campus der Bezalel-Akademie für Kunst und Design im Zentrum West-Jerusalems ahmt mit seinen asymmetrisch geschichteten Terrassen die umliegende Hügellandschaft mit ihren Olivenhainen nach.

          Wäre der riesige Glasbau mit den pastellgelben Geschossdecken aus Jerusalemer Naturstein und Beton nicht umringt von den historischen Bauten des Russischen Viertels und dem massiven modernen Rathaus, die Grenzen zwischen Haus und Landschaft wären fließend. So aber bleibt der Bau ein Solitär, was durchaus bezeichnend ist für eine der ältesten Kunstakademien in der Region, die bisher abgelegen auf dem Berg Skopus gelegen war. Der neue Campus der Kunsthochschule ragt wie ein futuristischer, beinahe ätherischer Fremdkörper aus der alten Stadt heraus; in seiner verschachtelten, zugleich leicht anmutenden Silhouette bildet er einen Gegensatz zu der Strenge der Umgebung.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Die gefälschten Titelblätter der Satire-Zeitschriften.

          Russland fälscht Satireblätter : Das ist keine Satire, das ist dumpfe Propaganda

          Die russische Propaganda tobt sich auf einem neuen Feld aus. Sie fälscht Titel von Satireblättern wie „Charlie Hebdo“, „Mad“ und „Titanic“. Die Botschaft lautet: Die Ukrainer seien Nazis und die Europäer hätten die Ukraine-Hilfe satt. Ein Gastbeitrag.
          Arbeit ist nicht alles – nicht nur vor diesem Café in Berlin.

          Generation Z : Faul oder frei?

          Die rätselhafte Generation Z: Was bleibt von den Vorurteilen über ihre Arbeitsmoral und ihre Zukunftsängste übrig, wenn man genauer hinsieht?
          „An den Kopf zu geben“ steht auf diesem Topf. Er war einer von acht untersuchten Gefäßen mit Zubereitungen für den Kopf der Mumie, die unter anderem ein Gemisch aus Pistazienharz und Wacholderöl enthielten.

          Mumifizierung im alten Ägypten : Cremes für die Ewigkeit

          Im Geschirr aus einer Mumifizierungsstätte wurden Rückstände einiger der Essenzen identifiziert, mit denen die alten Ägypter ihre Toten einbalsamierten. Dabei gab es einige Überraschungen.