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Beuys in Darmstadt : Reise in die Welt der Zeichen

Sechs Hefte, 750 Seiten mit 355 Zeichnungen in Bleistift und Wasserfarben: Erstmals ist dieses graphische Werk von Joseph Beuys vollständig zu sehen. Bild: dpa

Das monumentale Werk „Joseph Beuys verlängert im Auftrag von James Joyce den Ulysses um sechs weitere Kapitel“ ist im Landesmuseum Darmstadt zu sehen. Es ist das größte zusammenhängende Zeichnungskonvolut von Beuys.

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          Das Buch „Ulysses“ von James Joyce hatte der Künstler Joseph Beuys wie auf einem Hausaltar im sogenannten großen Zimmer seines Wohnateliers aufgestellt. Seine Frau Eva hat den Blick in den Wohnraum am Drakeplatz 4 in Düsseldorf 1962 fotografiert: Auf einem Mauersims lehnt der Roman vor einem von Beuys gemalten Pappschild mit der Aufschrift „Joyce“. Wie ein Heiligtum. Ein Objekt der Verehrung.

          Katharina Deschka
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Denn viele Jahre hat sich Beuys (1921–1986) mit James Joyce’ Roman „Ulysses“ beschäftigt, sich jedenfalls von ihm zu eigenem Schaffen inspirieren lassen. Vermutlich von 1957 bis 1961 entstand seine Arbeit „Joseph Beuys verlängert im Auftrag von James Joyce den Ulysses um sechs weitere Kapitel“, also in der Zeit nach dem Ende seines Bildhauer-Studiums und bevor Beuys 1961 den Lehrstuhl für monumentale Bildhauerei der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf übernahm.

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