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Kunst-Ministerin Angela Dorn : „So wie sie ist, kann die Documenta nicht bleiben“

  • -Aktualisiert am

Anfang eines Skandals: Das Großbanner „People’s Justice“ des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi muss schon wenige Tage nach Beginn der Documenta wegen antisemitischer Motive erst verhüllt, dann abgehängt werden. Bild: dpa

Hessens Kunstministerin Angela Dorn sieht im Interview die Hauptursache für den Antisemitismus-Skandal bei der Documenta in „verteilter Verantwortungslosigkeit“.

          5 Min.

          Frau Dorn, wie oft waren Sie anlässlich der Documenta in Kassel?

          Ralf Euler
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Sicher häufiger als meine Vorgänger bei früheren Ausstellungen, angesichts vieler Gespräche in der Krise. Leider habe ich deshalb sehr viel weniger von der Documenta gesehen, als ich wollte.

          Jenseits des Streits über Antisemitismus und Kunstfreiheit: War die Documenta künstlerisch ein Erfolg?

          Es gibt auf der Documenta Kunst, die inspirierend ist. Aber die Debatte über Antisemitismus und die Einschätzung der künstlerischen Wirkung der Ausstellung lassen sich leider nicht mehr trennen.

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