Grabkammer von Qatna : Das war einst ein König samt Gefolge
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Die Kammer ist zu eng für Lebende. Wer sich aufrichtet, stößt sich leicht den Kopf an dem Gewölbe aus bröseligem Fels. Trotzdem herrscht Hochbetrieb. Mehrere Gestalten mit Mundschutz kauern auf Brettern, die einige Handbreit über den Boden gelegt sind, und zeichnen minutiös das gruselige Chaos ab, das den etwa dreißig Quadratmeter großen Raum bedeckt: menschliche Gebeine, in enormen Mengen, überall. Zwischen Wirbeln, Rippen und Oberschenkeln funkeln lauter kleine Schätze: eine goldene Rosette hier, ein Diadem dort, ein offenbar elfenbeinernes Figürchen von der Größe einer Barbie-Puppe, ein Äffchen aus Stein. Und vielerorts stehen Gefäße. Aus einer Alabastervase nahe dem Eingang glitzert es golden - sie ist mit Schmuckstücken vollgestopft.
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